LUZERN: Abriss Schulhaus Grenzhof: Denkmalkommission berät im Frühling

Die Stadt Luzern möchte das als schützenswert eingestufte Schulhaus Grenzhof abreissen. Ob ein Antrag auf Unterschutzstellung gestellt werden solle, dürfte im Frühling entschieden werden.

Drucken
Teilen
Die Stadt Luzern will das Schulhaus Grenzhof (früher Gemeinde Littau) abreissen. (Bild: Dominik Wunderli)

Die Stadt Luzern will das Schulhaus Grenzhof (früher Gemeinde Littau) abreissen. (Bild: Dominik Wunderli)

Politiker wollen den Stadtrat bezüglich des geplanten Abrisses des Grenzhof-Schulhauses via Vorstoss um eine Denkpause bitten – jetzt ist klar: Die kantonale Denkmalkommission fällt den wichtigen Entscheid im Frühjahr, ob sie Antrag auf Unterschutzstellung des Gebäudes stellt oder nicht – anfänglich hiess es, dieser würde bis Ende 2017 bekannt gegeben.

«Um über die Schutzwürdigkeit der Anlage entscheiden zu können und eine sorgfältige Interessenabwägung vorzunehmen, braucht es verschiedene Expertisen zum Zustand und zur Sanierungsfähigkeit des Gebäudes», sagt Karin Pauleweit, Leiterin der kantonalen Dienststelle Hochschulbildung und Kultur, auf Anfrage. «Diese Studien liegen inzwischen vor.» Stelle die Kommission nach dem Befassen mit dem Geschäft einen entsprechenden Antrag, sei es an der Dienststelle Hochschulbildung und Kultur, danach die Interessenabwägung vorzunehmen. «In diesem Verfahren wird auch die Stadt Luzern als Eigentümerin ihre Interessen einbringen können», so Pauleweit. Die Stadt will das Schulhaus, das im Inventar schützenswerter Bauten eingetragen ist, abreissen und dafür das benachbarte Rönnimoos-Schulhaus ausbauen. Architekten drohen daher mit dem Boykott des Wettbewerbs zum Rönnimoos. (hor)