LUZERN: Abwasser wird für Stadtluzerner markant teurer

In der Stadt Luzern werden die Abwasser-Betriebsgebühren bis 2017 in zwei Schritten auf 2.50 Franken pro Kubikmeter Wasser erhöht. Ein erster Erhöhungsschritt erfolgt per 1. Januar 2016 auf 2.10 Franken pro Kubikmeter (1000 Liter).

Drucken
Teilen
Für die Abwassergebühren müssen die Stadtluzerner künftig tiefer in die Tasche greifen. (Symbolbild Neue LZ)

Für die Abwassergebühren müssen die Stadtluzerner künftig tiefer in die Tasche greifen. (Symbolbild Neue LZ)

Mit den Abwassergebühren werden der Betrieb und die Instandhaltung der Abwasser-Infrastruktur finanziert. Die Gebühren müssen so berechnet werden, dass diese Kosten gedeckt werden können, wie die Stadt Luzern am Donnerstag mitteilte.

Jährlich 200 Franken Mehrkosten für 4-Personen-Haushalt

Durch die Gebührenerhöhung ergeben sich für einen durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt Mehrkosten von rund 200 Franken pro Jahr. Die Gebühren sind im Vergleich zu anderen Luzerner Gemeinden immer noch unter dem Durchschnitt. Der Preisüberwacher hat gemäss Mitteilung bestätigt, dass eine Abwasser-Betriebsgebühr von 2.10 Franken, die mit der Luzerner Richtlinie kalkuliert wurde, nicht missbräuchlich ist.

Um den Gewässerschutz und die Wertstabilität des Abwassernetzes zu gewährleisten, müssen in den nächsten fünf Jahren jährlich rund 10 Millionen Franken in die Infrastruktur investiert werden. Grosse anstehende Projekte in den nächsten Jahren sind unter anderem Neuerschliessungen in Littau, die Sanierung in der Hirschmatt, Baselstrasse und Bruchstrasse sowie des Krienbachkanals.

Letzte Erhöhung vor zwei Jahren

Die letzte Erhöhung der Gebühr wurde im Jahr 2013 beschlossen. Ohne eine weitere Anpassung der Gebühren würde die Spezialfinanzierung Abwasser in fünf Jahren ein Defizit von 42 Millionen Franken ausweisen.

Die Gebührenhöhe ist so berechnet, dass sie zukünftig nur noch der Teuerung angepasst werden muss. Voraussetzung dafür ist, dass die Stadt in Zukunft nicht mehr Abwasser-Infrastruktur als heute betreiben und unterhalten muss, zum Beispiel Sammelanlagen, die sich heute in privatem Besitz befinden.

pd/zim