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LUZERN: Abwasserreinigung wird teurer

Die Kläranlagen im Kanton sollen künftig auch Medikamente aus dem Abwasser filtern. Die neue Technologie hat aber ihren Preis
Alexander von Däniken
Die Kläranlage Buholz in Emmen reinigt das Abwasser von 180 000 Einwohnern. Klärwerkfachmann Theo Stadelmann steht vor einem Nachklärbecken. Hinten, Richtung Wald, ist eine Erweiterung geplant. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die Kläranlage Buholz in Emmen reinigt das Abwasser von 180 000 Einwohnern. Klärwerkfachmann Theo Stadelmann steht vor einem Nachklärbecken. Hinten, Richtung Wald, ist eine Erweiterung geplant. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Kläranlagen reinigen das Abwasser so, dass es danach wieder sauber ist: Diese Aussage stimmt nur teilweise. Denn gegen bestimmte Arten von Verunreinigungen sind die Reinigungsanlagen bisher machtlos. Es handelt sich dabei ausgerechnet um solche Stoffe, die in immer grösseren Mengen ins Abwasser gelangen – Medikamentenrückstände und Hormone, aber auch Biozide wie beispielsweise Holzschutzmittel.

Um dies künftig zu verhindern, will der Bund die rund 100 grössten Kläranlagen der Schweiz aufrüsten. Auch Anlagen, die in der Nähe von Trinkwasserquellen liegen, sollen mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe ausgerüstet werden. Insgesamt kosten die notwendigen Investitionen rund 1,2 Milliarden Franken. 75 Prozent dieser ­Kosten sollen durch eine neue gesamtschweizerische Abwasserabgabe finanziert werden.

Welche Anlagen ab Anfang 2016 konkret betroffen sind, ist noch unklar. Gesichert ist hingegen, dass auch die Abwasserreinigungsanlage (ARA) Buholz in Emmen aufrüsten muss. Die vom Verbund Real (Recycling, Entsorgung, Abwasser Luzern) geführte Anlage reinigt das Abwasser von 180 000 Einwohnern und vielen Unternehmen aus den Gemeinden Adligenswil, Emmen, Horw, Kriens, Luzern, Malters, Meggen und Rothenburg. Im Buholz sollen in den nächsten Jahren 20 bis 25 Millionen Franken investiert werden. Das bedeutet, dass auch die Abwassergebühren steigen.

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