LUZERN: Ältester Luzerner Verein feiert sein Jubiläum

Eine fast vergessene Luzerner Bruderschaft feiert am Sonntag ihr 550-jähriges Bestehen. Trotz Nachwuchssorgen gibt es Lichtblicke.

Beatrice Vogel
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«Frau Mutter» Ursula Weber (Mitte) mit ihren «Hilfsmüttern» Astrid Brügger (links) und Lily Suter von der Frauenbruderschaft Luzern. (Bild Pius Amrein)

«Frau Mutter» Ursula Weber (Mitte) mit ihren «Hilfsmüttern» Astrid Brügger (links) und Lily Suter von der Frauenbruderschaft Luzern. (Bild Pius Amrein)

«An der Frauenbruderschaft schätze ich vor allem die Zusammengehörigkeit», sagt Ursula Weber (64). Seit drei Jahren übt sie das Amt der «Frau Mutter» aus – als Vorsteherin der Marianischen Liebfrauen-Bruderschaft Luzern, die aktuell etwa 100 Mitglieder zählt. Die Frauenbruderschaft wurde in einer Zeit gegründet, in der es noch keine Vereine gab, nämlich 1464. Den irritierenden Namen «Bruderschaft» erhielt die Organisation, da es in der mittelalterlichen Kirche keine Bezeichnung für eine Frauenvereinigung gab.

Wie viele christliche Vereinigungen hat auch die Frauenbruderschaft ein Nachwuchsproblem. Die meisten Mitglieder sind zwischen sechzig und neunzig Jahre alt. «Dieses Jahr sind bereits sechs von uns gestorben», sagt Weber. Deshalb freut sie sich besonders über das jüngste Mitglied: Deborah Nascimento ist 20 Jahre alt.