LUZERN: Äussere und innere Erneuerung des Klosters

Der Umbau des Kapuzinerklosters Wesemlin hat begonnen. Die Ordensgemeinschaft will mit dem Projekt "Oase-W" ein Zentrum schaffen, wo Menschen am Leben und Glauben der Kapuziner teilnehmen können.

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Die Bauarbeiten für den Klosterumbau haben begonnen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Bauarbeiten für den Klosterumbau haben begonnen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Luzerner Kapuziner wollen ihr Kloster «fit für die Zukunft» machen, wie sie in einer Medienmitteilung vom Dienstag schreiben. Sie planen nicht nur äusserliche, also bauliche Veränderungen. «Ebenso wichtig ist eine Erneuerung von innen», heisst es.

Kloster will sich öffnen

Mit dem neuen Konzept «Oase-W» (W wie Wesemlin) will sich das Kloster öffnen für Menschen, die zwar nicht Kapuziner werden wollen, aber den Kontakt zum Kloster als Ort der Begegnung, des Glaubens und des Betens suchen.

«Oase-W» umfasst neben dem klosternahen Wohnen auch ein spirituelles Zentrum. Ergänzend zur traditionellen Seelsorgertätigkeit will das Kloster neue Akzente setzen. So erweitert es seine Angebote in Meditation, Gebet und Liturgie.

Umbauarbeiten in zwei Etappen

Die Umbauarbeiten des Klosters werden in zwei Etappen ausgeführt. Die erste hat bereits angefangen und dauert bis Ende April 2014. Sie beinhaltet den Umbau der Kirche, sowie des Westtrakts und des Nordtrakts, wo die Klosterbewohner in Zukunft wohnen und arbeiten werden.

Danach folgt der Umbau des Süd- und Osttraktes mit der Bibliothek, dem Provinzarchiv, den Wohnstudios für klosternahes Wohnen, den Mehrzweckräumen sowie den fremdvermieteten Räumen. Nach Abschluss der zweiten Bauphase werden die Kapuziner einen Teil des grossen Gartens der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Gesamtkosten von 11 Millionen Franken

Insgesamt kostet der Umbau rund 11 Millionen Franken. Die Baukosten der ersten Etappe belaufen sich auf 6,13 Millionen Franken. Die Finanzierung der ersten Bauetappe sei dank Eigenmitteln des Ordens garantiert, heisst es in der Mitteilung weiter. Für die Finanzierung der zweiten Etappe fehlen noch rund 5 Millionen Franken.

Im vergangenen Jahr lancierten die Kapuziner eine Spendekampagne für die Finanzierung des Umbaus. 2,4 Millionen Franken kamen bereits zusammen. Noch aber würden zwei bis drei Hauptsponsoren fehlen, heisst es in der Mitteilung.

Die Suche nach Geld geht weiter. Das Ziel ist es, dass unmittelbar im Anschluss an die erste Bauetappe die weiteren Arbeiten ausgelöst werden können. Kapuziner-Bruder Walter Ludin zeigte sich auf Anfrage zuversichtlich, dass die Ordensgemeinschaft dieses Geld zusammenbringen wird.

(sda)