LUZERN: Agglogemeinden proben den Aufstand

Die Kritik am Verband Luzerner Gemeinden (VLG) weitet sich aus: Nicht nur Krienser, sondern auch Emmer Politiker fordern den Austritt.

Olivia Steiner
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Der Krienser Grüne-Einwohnerrat Bruno Bienz blickt vom «Schlosshoger» auf die Gemeinde Kriens. Er brachte den Stein ins Rollen.

Der Krienser Grüne-Einwohnerrat Bruno Bienz blickt vom «Schlosshoger» auf die Gemeinde Kriens. Er brachte den Stein ins Rollen.

Der Verband Luzerner Gemeinden (VLG) blickt schwierigen Zeiten entgegen. In Kriens fordert der Grüne Einwohnerrat Bruno Bienz in einer Motion, die Gemeinde solle aus dem Verband austreten (Ausgabe von gestern). «Die grossen Agglomerationsgemeinden sind im VLG untervertreten, was zu einem einseitigen Ressourceneinsatz und Themensetting führt», so Bienz. Die Interessen der Landgemeinden würden stärker berücksichtigt als jene der Agglogemeinden.

«Leistungen sind ungenügend»

Die Austrittsforderung wird auch in Emmen laut: Roland Ottiger reichte namens der SVP-Fraktion ein Postulat mit dem gleichen Begehren ein. «Die Leistungen des Verbands sind ungenügend», so Ottiger.

Auch Korintha Bärtsch, Fraktionschefin der Grünen im Stadtluzerner Parlament, will eine Interpellation einreichen. «Wir möchten eine breite Diskussion lancieren und prüfen, ob das Engagement beim VLG die geeignete Form zur Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden ist.»

Der VLG wurde 1996 gegründet und vertritt alle 83 Gemeinden des Kantons Luzern.

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