LUZERN: Als Luzern zum Ziel einer Bombenserie wurde

Die jungen Bombenleger von Boston sorgen für Gesprächsstoff; das war 1962 in Luzern nicht anders. Ein Zwanzigjähriger zündete damals sieben Sprengsätze, es gab sogar Verletzte.

Guy Studer/Neue Lz
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Berichterstattung in den «Luzerner Neueste Nachrichten» im Juli 1962 nach den Explosionen. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Berichterstattung in den «Luzerner Neueste Nachrichten» im Juli 1962 nach den Explosionen. (Bild: Archiv / Neue LZ)

«Luzern hat wieder seine Ruhe: Der unheimliche Bombenleger ist hinter Schloss und Riegel» – so titelten die «Luzerner Neuesten Nachrichten» (LNN) auf ihrer Frontseite vom 19. Juli 1962. Dies nachdem ein 20-jähriger Angestellter eines Warenhauses zwischen dem 30. Juni und dem 12. Juli sieben Sprengstoffanschläge in der Stadt Luzern verübt hatte. Dabei waren mindestens drei Personen ernsthaft verletzt worden.

Im Juli 1962 berichtete die LNN über den Bombenleger in der Stadt Luzern. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ (abfotografiert))
9 Bilder
So sah das am Floraweg vom Bombenattentäter heimgesuchte Auto nach der Explosion im Innern aus. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ (abfotografiert))
Ermittler bei der Arbeit nach dem Bombenattentat. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ (abfotografiert))
Im Hauseingang des Hauses Stadthausstrasse 6 explodierte die vierte Bombe. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ (abfotografiert))
Mari Valenghi, Chef de Service im Café Opéra. Er dankt es einem glücklichen Zufall, dass es nicht schwer verletzt oder gar getötet wurde, wollte er doch das an der Lifttüre angehängte Plakat reparieren. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ (abfotografiert))
In dieser vordern linke Ecke des Liftes an der Stadthofstrasse lag die Bombe, welche die Wand und den Boden des Liftes durchlöcherte. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ (abfotografiert))
Die Liftkabine im Haus des «Café Opéra». Das Tableau wurde abgerissen und das Dach der Kabine zertrümmert. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ (abfotografiert))
Die Lifttüre im Haus Nr. 6 an der Stadthof-Strasse wurde aus den Angeln gerissen und wie dünnes Blech verbogen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ (abfotografiert))
Im Juli 1962 berichtete die LNN über den Bombenleger in der Stadt Luzern. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ (abfotografiert))

Im Juli 1962 berichtete die LNN über den Bombenleger in der Stadt Luzern. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ (abfotografiert))

600 Hinweise eingegangen

Zur Ergreifung des Verursachers der Sprengstoffanschläge waren von der Luzerner Regierung 5000 Franken Belohnung ausgesetzt worden. 600 Hinweise zu Tatverdächtigen gingen bei der Polizei ein.

Der Bombenleger, von dem die Polizei vermutete, es handle sich «um einen Burschen, der geistig nicht normal ist», hatte bei der polizeilichen Einvernahme auch diverse Diebstähle sowie das Legen eines Kellerbrandes an der Zürichstrassse gestanden. Die LNN schrieb zum Täter, der weitere Anschläge in der Schweiz plante: «Dieser Bursche verbrachte den grössten Teil seines Lebens in Anstalten. Er delinquierte schon in früher Jugend und kam deshalb in eine Erziehungsanstalt.»

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung oder im E-Paper.