LUZERN: Altersheimbewohner dank Zivilschutz an der Luga

Zum ersten Mal hat die Zivilschutzorganisation Emme für Betagte einen Luga-Besuch organisiert. Rund 60 Betreuer begleiteten total 180 Betagte an die Zentralschweizer Erlebnismesse.

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Zivilschützer begleiten Betagte an die Luga. (Bild: PD)

Zivilschützer begleiten Betagte an die Luga. (Bild: PD)

Am Morgen aufstehen, frühstücken, Kreuzworträtsel lösen und fernsehen, wieder essen und schliesslich noch lesen. So etwa sieht der Alltag von Lydia Brunner aus, die im Betagtenzentrum Herdschwand in Emmen wohnt. Tag für Tag, Woche für Woche sieht ihr Programm in etwa ähnlich aus. Es werde ihr zwar nie langweilig und störe sie nicht, wie sie sagt, doch «freue ich mich schon, dank des Zivilschutzes etwas zu erleben, was ansonsten für mich nicht mehr möglich wäre.»

Für die ZSO EMME ist es eine Premiere: Der Luga-Besuch mit den Betagten wird heuer zum ersten Mal durchgeführt. 180 Betagten aus acht verschiedenen Altersheimen und Betagtenzen-tren der 30 Einzugsgemeinden der ZSO EMME konnte so ein Besuch bei der LUGA ermöglicht werden. 60 Betreuer standen für sechs Tage im Einsatz, was rund 360 Manntage ausmacht. Armin Camenzind, Kommandant der ZSO EMME, hält fest: «Wir wollen den Betagten einen Tag ermöglichen, den sie sonst nicht erleben können. Denn ohne Zivilschutz wäre für die Betagten ein solcher Ausflug nicht mehr möglich.» Die Betagten konnten so, begleitet von den Betreuern der ZSO EMME, die verschiedenen Hallen an der Luga besichtigen und an den diversen Degus-tationsständen die Neuigkeiten ausprobieren. Lydia Brunner war fasziniert und von den vielen Eindrücken ein wenig überrumpelt. «Das letzte Mal als ich an der LUGA war, ging ich noch mit meinen eigenen Kindern, als diese noch klein waren. Das ist sicher schon über 40 Jahre her. Da war alles viel kleiner und es waren nicht so viele Leute vor Ort.» Auch für die Betreuer der ZSO EMME war der Einsatz eine lernreiche Sache. Stefan Zurkirchen, der Frau Brunner an diesem Tag begleitet hat, freut sich, dass er einerseits den Ernstfall geübt und andererseits eine gute Tat vollbracht hat. «Die Senioren haben sich wirklich rüüdig gefreut», so Zurkirchen.

Nach dem Luga-Besuch werden die Betagten wieder zurück in ihre Altersheime und Betagten-zentren gefahren und den dortigen Betreuern glücklich und voller Eindrücke übergeben. Armin Camenzind, Kommandant der ZSO EMME, freut sich über einen gelungen Einsatz: «Es ist bis jetzt alles reibungslos abgelaufen. Die Betagten konnten dank der ZSO EMME einen Luga-Tag geniessen. Ich bin sehr zufrieden.» Die ZSO EMME plant deshalb auch im nächsten Jahr wieder Luga.Besuche für die Betagten.

Pascal Käch