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LUZERN: Anfang Dezember beginnen die Sanierungsarbeiten an der ZHB

Politik, Denkmalschutz und zuletzt das fehlende Budget des Kantons sorgten jahrelang für Ungewissheit über das Schicksal der Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) Luzern. Das ist nun vorbei: Anfang Dezember starten die Sanierungsarbeiten.
ZHB-Neubau: Die Ausschreibung ist für das erste Quartal 2014 vorgesehen. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 19. November 2017))

ZHB-Neubau: Die Ausschreibung ist für das erste Quartal 2014 vorgesehen. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 19. November 2017))

2016 hatte der Kantonsrat nach langem Tauziehen 20,05 Millionen Franken zur Sanierung der ZHB beim «Vögeligärtli» in Luzern genehmigt. Weil der Kanton sich im Jahr darauf vorerst nicht auf einen Voranschlag einigen konnte, wurden die Bauarbeiten sistiert. Mit dem Ende des budgetlosen Zustands können diese nun beginnen.

«Wir haben ab Mitte September sofort angefangen, die Projektorganisation mit den Planern und den Nutzern, sprich den Mietern, wieder heraufzufahren und neu zu organisieren. So sind wir im Stande, mit dem Projekt Anfangs Dezember zu starten», sagte Hans-Urs Baumann, Luzerner Kantonsbaumeister, gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz» von Radio SRF am Donnerstag.

Die Bibliothek zieht Ende November in ein Provisorium an der Murbacherstrasse. Dort werde auch der Publikumsbetrieb mit einer Medienausgabe und einem kleinen Lesebereich aufrechterhalten, heisst es auf der Webseite der ZHB. Die Bauarbeiten sollen rund zwei Jahre dauern. Der Einzug in das erneuerte Hauptgebäude ist für das erste Quartal 2020 geplant.

Unter Schutz gestellt

Um die Zukunft des 1951 nach den Plänen des Architekten Otto Dreyer errichteten Baus im Luzerner Vögeligärtli war es seit 2011 zu einem mehrjährigen Tauziehen zwischen der Stadt und dem Kanton gekommen.

Der Kantonsrat hatte 2010 einen Kredit von 19 Millionen Franken gesprochen, um die ZHB zu sanieren. Im Dezember 2011 rückte das Parlament aber von seinem Entscheid ab und favorisierte einen Neubau. Im November 2012 doppelte es nach und forderte, dass im Neubau auch noch das Kantonsgericht untergebracht werden solle.

Anfang 2012 beantragte die kantonale Denkmalkommission, den vom Abriss bedrohten ZHB-Bau unter Schutz zu stellen. Die kantonalen Dienststelle Hochschulbildung und Kultur kam dem im Januar 2013 nach.

Im September 2014 sagten die städtischen Stimmberechtigten Ja zu einer Initiative, die den Abriss der ZHB verunmöglichte. Das Kantonsparlament fügte sich darauf dem Entscheid und sprach sich Anfang 2015 für eine weitere Planung der Sanierungsarbeiten aus. Der Kanton nahm darauf das 2010 beschlossene Sanierungsprojekt wieder aus der Schublade.

Verteuert

In der Zwischenzeit hatte sich das Projekt verteuert. Die Regierung veranschlagte die Erneuerung des Baus auf 20,7 Millionen Franken. Das Kantonsparlament kürzte 2016 den Kreditantrag der Regierung um 650'000 Franken. Auf eine Kostenbeteiligung der Stadt wurde verzichtet.

Das fehlende Budget im Jahr 2017 wirkte sich auf die beschlossene Sanierung der ZHB und deren Betrieb aus. Die bereits begonnenen Planungs- und Vorbereitungsmassnahmen wurden zwar weitergeführt, die nachfolgenden Bauarbeiten aber aufgeschoben. Der Kantonsrat lehnte im März eine Motion ab, die eine sofortige Wiederaufnahme der Sanierung gefordert hatte. Im September kam schliesslich doch noch ein Budget zustande. (sda)

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