LUZERN: Angy Burris Nachlass versiegelt

Das jüngst verstorbene Luzerner Stadt-Original Angy Burri hinterlässt seinen Nachkommen einen Schuldenberg. Die Verwandten lehnen das Erbe ab – der Besitz soll nun versteigert werden.

Christian Hodel
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Die Güter von Angy Burri lagern in einer Halle in Luzern. Unter anderem, die vor einem Jahr fertig gestellte Postkutsche, die Angelo Burri Junior für seinen Vater beschriftet hat. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die Güter von Angy Burri lagern in einer Halle in Luzern. Unter anderem, die vor einem Jahr fertig gestellte Postkutsche, die Angelo Burri Junior für seinen Vater beschriftet hat. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Er gehörte zum Luzerner Stadtbild: Angy Burri, Stadtindianer, Musiker und Filmemacher. Am 22. Dezember 2013 starb er mit 74 Jahren an Herzversagen. Nun zeigt sich, dass der in Horw wohnhafte Burri Schulden hinterlässt. Sein Besitz soll nun konkursamtlich liquidiert werden, da die nächsten Verwandten – seine zwei Söhne und eine Enkelin – das Erbe ablehnen. Momentan fehlt aber das Geld, um die Kosten zu decken, die die Liquidation verursachen würde. Sofern sich bis am 13. Februar kein Gläubiger meldet, der an das Bezirksgericht Kriens einen Kostenvorschuss von 3000 Franken überweist, wird die «konkursamtliche Liquidation nicht angeordnet», wie im aktuellen Kantonsblatt steht.

Eine Turnhalle voll mit Gütern

Angy Burris ältester Sohn sagt nun: «Es ist traurig, aber es gab keinen anderen Weg, als das Erbe abzulehnen.» Es seien Dinge zum Vorschein gekommen, die er so nicht erwartet habe, so Burri junior gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung».

Angy Burri hinterlässt Schulden von rund 100 000 Franken. Burri junior fügt an: «Ich weiss nicht im Detail, wo er noch überall offene Rechnungen hat.» Trotzdem bleibe sein Vater für ihn die liebevolle Person, die er immer gewesen sei. «Er war geradlinig und verwirklichte seine Träume.»

Angy Burri in einer Aufnahme auf dem Jahre 2011. (Archivbild Neue LZ)
17 Bilder
Angy Burri besichtigt am 2. April 2004 eine seiner Lieblingspistolen, die Colt Walker 1847, anlässlich der Eröffnung der Waffen-Sammlerbörse auf der Luzerner Allmend. (Bild: Keystone)
Angy Burri schöpft 2009 auf dem Luzerner Kapellplatz Suppe. Der Erlös kommt den Schweizer Tafeln zugute. (Bild: Neue LZ)
Angy Burri mit seiner Enkelin Melanie (links) und Jil bei der Eröffnung seiner Ausstellung in der Kornschütte. (Bild: Neue LZ)
Angy Burris Ausstellung «Meine Träume habe ich mir immer selbst gemacht», 2009 in der Kornschütte. (Archivbild Neue LZ)
Angy Burris Ausstellung «Meine Träume habe ich mir immer selbst gemacht», 2009 in der Kornschütte. (Archivbild Neue LZ)
Angy Burris Ausstellung «Meine Träume habe ich mir immer selbst gemacht», 2009 in der Kornschütte. (Archivbild Neue LZ)
Angy Burris Ausstellung «Meine Träume habe ich mir immer selbst gemacht», 2009 in der Kornschütte. (Archivbild Neue LZ)
Angy Burris Ausstellung «Meine Träume habe ich mir immer selbst gemacht», 2009 in der Kornschütte. (Archivbild Neue LZ)
Angy Burris Ausstellung «Meine Träume habe ich mir immer selbst gemacht», 2009 in der Kornschütte. (Archivbild Neue LZ)
Angy Burri 2009 auf dem Schwanenplatz in Luzern. (Archivbild Boris Bürgisser / Neue LZ)
Angy Burri im Jahr 2000 bei einem Auftritt auf der Allmend. (Archivbild Neue LZ)
Angy Burri zuhause in seiner Wohnung in Horw. (Archivbild Neue LZ)
Angy Burri am Westernball in Luzern. (Archivbild Neue LZ)
Angy Burri an einer Erzählnacht in einem Zelt. (Archivbild Neue LZ)
Angy Burri beim 16. Westernball im März 1995 auf der Luzerner Allmend. (Bild: Keystone/Str)
Angy Burri, aufgenommen auf seiner Harley Davidson, im Oktober 1988 im Verkehrshaus Luzern. (Bild: Keystone/Str)

Angy Burri in einer Aufnahme auf dem Jahre 2011. (Archivbild Neue LZ)