LUZERN: Anlaufstelle geschlossen – Prostituierte bleiben im Ibach

Der Beratungscontainer für Prostituierte wird geschlossen. Das Sicherheitsproblem am Strassenstrich bleibt.

Beatrice Vogel
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Der Strassenstrich im Ibach. (Archivbild Dominik Wunderli / Neue LZ)

Der Strassenstrich im Ibach. (Archivbild Dominik Wunderli / Neue LZ)

Seit dem Tod einer Sexarbeiterin im September ist die Sicherheit am Strassenstrich Ibach ein viel diskutiertes Thema. Die Bedrohung der ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen des Beratungscontainers Hotspot hat nun zu dessen Schliessung geführt. «Der Standort Ibach ist das Hauptproblem», sagt Ylfete Fanaj, Präsidentin des Trägervereins Lisa. Zur langfristigen Lösung des Sicherheitsproblems komme nur eine Verlegung des Standorts in Frage. Stadtrat Adrian Borgula sieht für dieses Anliegen schwarz: «Das Reglement zur Strassenprostitution lässt sehr wenig Spielraum.» Auf der Suche nach einem neuen Standort sei man bisher nicht fündig geworden.

Nun wird das Sicherheitskonzept überarbeitet. Eine erste Massnahme ist die Einrichtung eines Verrichtungsplatzes, der ab nächster Woche benutzt werden darf. Wann der Hotspot wieder geöffnet wird, ist unklar.