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LUZERN: Appell gegen ZHB-Neubau

Architekten wenden sich mit einem offenen Brief an alle Kantonsräte. Die Forderung: Die Vorbereitungen zum Projekt-Wettbewerb für den Ersatzneubau der ZHB sollen abgebrochen werden.
Lesesaal der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Lesesaal der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Geplant ist, dass der Neubau neben der ZHB auch das neue Kantonsgericht beherbergen soll. Dazu soll die bestehende Zentral- und Hochschulbibliothek, ein Baukulturdenkmal von nationaler Bedeutung, abgerissen werden.

Nach Ansicht des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein ist das Vorhaben überdimensioniert und rechtfertigt nicht, dass die bestehende ZHB dafür abgerissen wird, schreibt der Verband am Mittwoch in einer Mitteilung.

Die 1949–1951 vom Luzerner Architekten Otto Dreyer erbaute Bibliothek gilt als eines der Hauptwerke des modernen Schweizerischen Bibliothekbaus und ist sowohl im Schweizerischen Inventar der Kulturgüter nationaler Bedeutung als auch der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt. «Mitten in Luzern schafft sie zusammen mit der Lukaskirche und dem Sempachergarten einen Stadtraum von hoher Qualität, der von der Luzerner Stadtbevölkerung ausserordentlich geschätzt wird», schreibt der Verband weiter.

Der Vorstand des Verbandes ist der Ansicht, dass sich gerade die öffentliche Hand, und damit auch der Luzerner Kantonsrat, dem Ziel der bestmöglichen Lösung für die Gesellschaft und damit auch einer hochwertigen und zukunftsfähigen Baukultur verpflichtet fühlen sollte. «In diesem Sinne appelliert der Vorstand, die Vorbereitungen zu diesem Wettbewerb abzubrechen und wieder in richtige, sprich die vom Stadt- und Regierungsrat Luzern vorgesehenen, sowie von der Bevölkerung bevorzugten Bahnen zu lenken», heisst es wörtlich im Brief.

Auch der Bund der Schweizer Architekten (BSA) hat seine über 900 Mitglieder schweizweit dazu aufgerufen, nicht am Architekturwettbewerb für den gemeinsamen Neubau der ZHB und des Kantonsgerichts teilzunehmen (siehe Link).

Der Kantonsrat hatte im November 2012 beschlossen, dass die ZHB beim Vögeligärtli abgerissen und durch einen Neubau, in dem auch das Kantonsgericht unterzubringen sei, ersetzt werden solle. Zwei Jahre zuvor hatte er sich noch für eine Sanierung des Baus ausgesprochen. Vor allem in der Stadt formierte sich Widerstand gegen die Neubaupläne. Für den Stadtrat wäre ein solch grosser Bau beim Vögeligärtli aber eine städtebauliche Sünde.

pd/rem

Hinweis: Der Brief an die Kantonsräte im Wortlaut »

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