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Luzern: Armee und Politik rüsten Dufours Erbe für die Zukunft

Die Zentralschule der Höheren Kaderausbildung der Armee in Luzern feierte am Donnerstag ihr 200-jähriges Bestehen. Bis zu 6000 Militaristen und Zivilleute werden hier jährlich ausgebildet. Dies dank des ersten Generals der Schweiz.
Niels Jost
Divisionär Daniel Keller (links) zeigt dem Luzerner Sicherheitsdirektor Paul Winiker das Potenzial von Virtual-Reality-Brillen. (Bild: Pius Amrein, Luzern 31. Januar 2019)

Divisionär Daniel Keller (links) zeigt dem Luzerner Sicherheitsdirektor Paul Winiker das Potenzial von Virtual-Reality-Brillen. (Bild: Pius Amrein, Luzern 31. Januar 2019)

Mit Luzern verbindet man in der Regel den Tourismus, die Kapellbrücke oder die Fasnacht. Die Armee gehört nicht zu den primären Konnotationen. Und doch ist Luzern Hauptstandort der Höheren Kaderausbildung der Armee, an der Führungs- und Stabsausbildungen sowohl für Milizkader als auch Berufsmilitärs durchgeführt werden.

Bis zu 6000 Personen pro Jahr werden an der Höheren Kaderausbildung geschult. Teil dieser Bildungsstätte ist die Zentralschule (ZS), die heuer ihr 200-jähriges Bestehen feiert.

Luzern: Alles, was Rang und Namen hat, ist versammelt

Grund genug für alles, das Rang und Namen hat, sich am Donnerstag im Armee-Ausbildungszentrum Luzern bei der Allmend einzufinden.

Unter den 200 geladenen Gästen waren etwa der höchste Armee-Ausbildner, Korpskommandant Daniel Baumgartner, der ehemalige ZS-Kommandant und langjährige Chef der Armee, André Blattmann, sowie diverse Sicherheitsdirektoren, darunter jene von Luzern, Nidwalden und Uri. Selbst hohe Militärs aus Deutschland waren zugegen.

Lobeshymnen für Guillaume Henri Dufour

Eine Persönlichkeit stand klar im Zentrum der Feierlichkeiten; einer, der längst verstorben ist: Guillaume Henri Dufour (1787 - 1875). Der Mitbegründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und erster General des modernen Schweizer Bundesstaats war 1819 Mitbegründer der Zentralschule. Der Genfer gilt bis heute als Spiritus Rector der ZS. Zu seinen Ehren formierte sich die Ehrengarde «Compagnie Vieux-Grenadiers de Genève» mit Uniformen, Säbeln und Gewehren aus dem frühen 19. Jahrhundert zur Standarte, wie die folgende Bildergalerie zeigt:

Die Ehrengarde «Compagnie Vieux-Grenadiers de Genève» begleitet Zentralschule-Kommandant Divisionär Daniel Keller (links) und Sicherheitsdirektor Paul Winiker zu den Ausbildungs-Präsentationen. (Bilder: Pius Amrein, Luzern 31. Januar 2019)Die Ehrengarde «Compagnie Vieux-Grenadiers de Genève» begleitet Zentralschule-Kommandant Divisionär Daniel Keller (links) und Sicherheitsdirektor Paul Winiker zu den Ausbildungs-Präsentationen. (Bilder: Pius Amrein, Luzern 31. Januar 2019)
Zu Ehren des Genfers Guillaume Henri Dufour gekommen: Die Ehrengarde «Compagnie Vieux-Grenadiers de Genève».Zu Ehren des Genfers Guillaume Henri Dufour gekommen: Die Ehrengarde «Compagnie Vieux-Grenadiers de Genève».
Das Armee-Ausbildungszentrum Luzern befindet sich bei der Allmend. Sie beheimatet die Höhere Kaderausbildung und die Zentralschule. Das Armee-Ausbildungszentrum Luzern befindet sich bei der Allmend. Sie beheimatet die Höhere Kaderausbildung und die Zentralschule.
Der Luzerner Sicherheitsdirektor Paul Winiker testet eine Virtual-Reality-Brille, die künftig genutzt werden soll, um Militärübungen durchzuführen. Der Luzerner Sicherheitsdirektor Paul Winiker testet eine Virtual-Reality-Brille, die künftig genutzt werden soll, um Militärübungen durchzuführen.
Dem Benutzer erscheinen virtuelle Hologramme, mit denen man interagieren kann.Dem Benutzer erscheinen virtuelle Hologramme, mit denen man interagieren kann.
Divisionär Daniel Keller (links) mit Sicherheitsdirektor Paul Winiker. Divisionär Daniel Keller (links) mit Sicherheitsdirektor Paul Winiker.
Auch die Nidwaldner Sicherheitsdirektorin Karin Kayser-Frutschi liess es sich nicht nehmen, die VR-Brille zu testen. Auch die Nidwaldner Sicherheitsdirektorin Karin Kayser-Frutschi liess es sich nicht nehmen, die VR-Brille zu testen.
Zentralschule-Kommandant Brigadier Peter Baumgartner mit der VR-Brille.Zentralschule-Kommandant Brigadier Peter Baumgartner mit der VR-Brille.
Am 200-Jahr-Jubiläum der Zentralschule in Luzern waren auch hochrangige Militärs aus Deutschland geladen. Am 200-Jahr-Jubiläum der Zentralschule in Luzern waren auch hochrangige Militärs aus Deutschland geladen.
Die Höhere Kaderausbildung schult Kommandanten für den Einsatz - etwa mit Geländemodellen. Die Höhere Kaderausbildung schult Kommandanten für den Einsatz - etwa mit Geländemodellen.
Mit solchen Geländemodellen werden Einsätze geplant. Mit solchen Geländemodellen werden Einsätze geplant.
Von links: Zentralschule-Kommandant Brigadier Peter Baumgartner, Sicherheitsdirektor Paul Winiker, Standesweibelin Anita Imfeld-Müller und Divisionär Daniel Keller, Kommandant Höhere Kaderausbildung der Armee in Luzern.Von links: Zentralschule-Kommandant Brigadier Peter Baumgartner, Sicherheitsdirektor Paul Winiker, Standesweibelin Anita Imfeld-Müller und Divisionär Daniel Keller, Kommandant Höhere Kaderausbildung der Armee in Luzern.
12 Bilder

Die Bilder zu 200 Jahre Zentralschule: Von Ehrengarde bis VR-Brille

Und mit viel Pathos lobte der Luzerner Sicherheitsdirektor, Paul Winiker, in seiner Rede Dufours humanistische Grundsätze, wie Verhältnismässigkeit im Einsatz, respektvoller Umgang mit den Truppen oder die Einigkeit der Schweiz. «Wir alle sollten uns von Dufours Grundgedanken leiten lassen.»

Der Krienser SVP-Politiker betonte zudem: «Der Standort der ZS ist für Luzern von grosser Bedeutung.» Dies wohl auch mit Blick auf die rund 200 Arbeitsplätze, welche der Bund hier betreibt.

Tuppenausbildungen neu mit Hologrammen

Auf die Lobeshymnen folgte das eigentliche Schaulaufen der Armee, mit der Präsentation der Kaderausbildungen, vom Führungslehrgang für Truppenkommandanten bis hin zu Management-Lehrgängen für zivile Führungskräfte. Besondere Aufmerksamkeit zog die «Ausbildung der Zukunft» auf sich. Mittels der sogenannten Augmented Reality – also der erweiterten Realität – werden Hologramme ins Sichtfeld des Benutzers projiziert. Truppenausbildungen können dadurch realitätsnaher durchgeführt werden. «Die Digitalisierung hat längst Einzug erhalten in der Armee», betonte denn auch ZS-Kommandant Peter Baumgartner in seiner Rede.

Zum Schluss stand nochmals Guillaume Henri Dufour im Zentrum. Vom General wurde im Ausbildungszentrum eine Büste enthüllt – und auf die nächsten 200 Jahre geschaut.

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