LUZERN: Assistenzärzte fehlen in den Praxen

Praxisassistenten sollen dem Hausarztmangel entgegenwirken. Doch längst nicht alle Praktikaplätze sind auch besetzt.

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Claudia Buser macht ein Praktikum bei der Hausarztpraxis von Aldo Kramis in Emmenbrücke. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Claudia Buser macht ein Praktikum bei der Hausarztpraxis von Aldo Kramis in Emmenbrücke. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Schon jetzt sind die Hausärzte in manchen Regionen des Kantons rar; in ein paar Jahren droht durch Pensionierungen von Hausärzten eine Versorgungslücke, und 60 Prozent von ihnen befinden sich im Alter zwischen 50 und 60 Jahren und werden demzufolge in den nächsten 5 bis 15 Jahren das Pensionsalter erreichen.

«Zu wenig Interesse»

Der Kanton Luzern versucht unter anderem mit dem Praxisassistenten-Programm gegen diesen Mangel vorzugehen: Assistenzärzte können während sechs Monaten ein 100-Prozent-Praktikum in einer Hausarztpraxis absolvieren. Ihr Lohn wird jeweils zu zwei Dritteln vom Kanton und zu einem Drittel vom Hausarzt getragen. Im Jahr 2012 haben 25 Assistenzärzte von diesem Programm Gebrauch gemacht. An 35 Lehrpraxen im Kanton Luzern wäre aber Platz für bis zu 70 Assistenzärzte.

Aldo Kramis, Präsident der Ärztegesellschaft des Kantons Luzern, stellt aktuell fest: «Es gibt mehr Lehrpraxen und zu wenig interessierte Praxisassistenten, die ein Hausarztpraktikum absolvieren möchten.» Dies liege daran, dass auch an den Spitälern Mangel an Assistenzärzten herrsche. «Die Spitäler können kaum mehr Praxisassistenten in die Praxen schicken, da sie primär den Betrieb des Spitals gewährleisten müssen und erst sekundär auf die Wünsche der Assistenten eingehen können.»

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