LUZERN: Asyl: Ein Drittel taucht unter

Von rund 1000 Asylbewerbern sind letztes Jahr 343 untergetaucht. Kanton und Bund schieben sich die Verantwortung zu.

Alexander von Däniken und Roseline Troxler
Merken
Drucken
Teilen
Von den untergetauchten Asylbewerbern waren 42 im Zentrum Nottwil untergebracht. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Von den untergetauchten Asylbewerbern waren 42 im Zentrum Nottwil untergebracht. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Im Kanton Luzern taucht im Schnitt ein Drittel der Asylbewerber unter. Dies zeigen die neusten Zahlen des Luzerner Amts für Migration (Amigra). Zur Fahndung ausgeschrieben werden die Untergetauchten allerdings nur in Ausnahmefällen. Bei den 42 Personen, die aus dem Bundeszentrum Nottwil untergetaucht sind, werden lediglich drei polizeilich gesucht. Dies, weil nur nach solchen Asylbewerbern gefahndet wird, die bereits einen rechtskräftigen Wegweisungsentscheid haben.

Generell scheinen sich die Behörden kaum für die untergetauchten Asylbewerber zu interessieren. Im Falle der aus dem Bundeszentrum Nottwil Abgetauchten schieben sich das Bundesamt für Migration, der Zentrumsbetreiber und der Kanton Luzern gegenseitig die Verantwortung zu.

«Damit müssen wir leben»

Im langjährigen Vergleich ist die Zahl der Untergetauchten stetig gestiegen. Im ersten Quartal 2013 sind bereits 103 Asylbewerber untergetaucht. Für Max Plüss, Leiter des Luzerner Amts für Migration, sind die Zahlen nicht alarmierend: «Auch die Zahl der hängigen Asylverfahren hat zugenommen. Insofern ist die Steigerung eine Begleiterscheinung, mit der wir leben müssen.»

Immerhin: Seit Januar dieses Jahres arbeiten Polizei, Staatsanwaltschaft und Kantonsverwaltung beim Asylwesen enger zusammen. Der neue Datenaustausch ermöglicht unter anderem auch einen Einbezug der Caritas in die Strafverfahren.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung oder im E-Paper.