LUZERN: Asylbewerber ertrinkt beim Baden in Luzern

Am Mittwochnachmittag ist es am Vierwaldstättersee in Luzern zu einem tödlichen Badeunfall gekommen. Ein 19-Jähriger ging in der Nähe des KKL schwimmen und ertrank.

Pd/Rem
Merken
Drucken
Teilen
Der Badeunfall ereignete sich hier bei der Treppe beim KKL. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der Badeunfall ereignete sich hier bei der Treppe beim KKL. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Am Mittwochnachmittag hielten sich bei den Landungsbrücken beim KKL in der Stadt Luzern drei Asylbewerber aus Algerien und Marokko auf. Etwa um 17 Uhr stieg einer dieser Gruppe zum Baden ins 9,5 Grad kalte Wasser, wie die Luzerner Polizei in einer Mitteilung schreibt. Kurze Zeit später sank der 19-jährige Mann bis auf den Grund. Passanten, welche dies beobachtet hatten, alarmierten die Polizei. In der Zwischenzeit begaben sich die beiden anderen Asylbewerber ins Wasser, um nach dem untergetauchten Kollegen zu suchen.

Die Wasserpolizei war nach kurzer Zeit vor Ort und suchte ebenfalls nach dem untergetauchten Mann. Etwa 3,5 Meter unter Wasser konnte einer der Polizisten den leblosen Körper orten und an Land bringen. Die zwischenzeitlich eingetroffene Ambulanz versuchte den Mann zu reanimieren. Die Wiederbelebung blieb erfolglos. Beim ertrunkenen Mann handelt es sich um einen 19-jährigen Asylbewerber aus Algerien.

Besondere Vorsicht im kalten Wasser

Das Schwimmen im kalten Wasser braucht besondere Vorsicht. Wer jetzt schon baden will, sollte deshalb langsam ins Wasser zu steigen. «Ohne sich vorher abgekühlt zu haben, ins kalte Wasser springen, ist ein No-Go», sagt Prisca Wolfensberger, Mediensprecherin der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft SLRG. Als Faustregel gilt: Unter 15 Grad sollte man nicht mehr Minuten im Wasser bleiben als dieses Celsius-Grade hat. Bei 10 Grad Wassertemperatur bedeutet dies, dass man höchstens 10 Minuten drinbleiben soll.

Es empfiehlt sich, langsam und in Ufernähe zu schwimmen. Ausserdem ist es wichtig, langsam, regelmässig und tief durchzuatmen. Denn kalte Wassertemperatur bewirkt, dass automatische eine Schnellatmung einsetzt. Hyperventilation und Ohnmacht können die Folge davon sein.

Die 6 Baderegeln der SLRG

  • Kinder nur begleitet ans Wasser lassen - kleine Kinder in Griffnähe beaufsichtigen!
  • Nie alkoholisiert oder unter Drogen ins Wasser! Nie mit vollem oder ganz leerem Magen schwimmen.
  • Nie überhitzt ins Wasser springen! – Der Körper braucht Anpassungszeit.
  • Nicht in trübe oder unbekannte Gewässer springen! – Unbekanntes kann Gefahren bergen.
  • Luftmatratzen und Schwimmhilfen gehören nicht ins tiefe Wasser! – Sie bieten keine Sicherheit.
  • Lange Strecken nie alleine schwimmen! Auch der besttrainierte Körper kann eine Schwäche erleiden.