LUZERN: Asylsuchende müssen neu in den Deutschkurs

Der Kanton Luzern verpflichtet neu sämtliche Asylsuchende zum Deutschunterricht. Mit dem Obligatorium sollen die Migranten ein halbes oder ganzes Jahr rascher in den Arbeitsmarkt integriert werden können.

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Für Asylsuchende im Kanton Luzern ist das absolvieren eines Deutschurses künftig obligatorisch. Im Bild ein Deutschkurs für Migranten in Zug. (Archivbild Neue LZ)

Für Asylsuchende im Kanton Luzern ist das absolvieren eines Deutschurses künftig obligatorisch. Im Bild ein Deutschkurs für Migranten in Zug. (Archivbild Neue LZ)

Am 11. Januar startete der Kanton mit den ersten vier Klassen mit jeweils 15 Personen, Mitte Februar sollen weitere vier Klassen hinzukommen, wie der Luzerner Asylkoordinator Ruedi Fahrni in einem am Dienstag publizierten Interview mit dem Onlineportal Zentralplus erklärt. Der Unterricht findet an drei Halbtagen pro Woche statt.

Seit Anfang Jahr betreut in Luzern nicht mehr die Caritas sondern der Kanton selber die Asylsuchenden. Bisher waren die Deutschkurse freiwillig.

Mit dem Obligatorium sollen die Teilnehmer in vier bis sechs Monaten das Anfänger-Niveau A1 erreichen, wie Fahrni weiter sagte. Man gehe davon aus, dass die Asylsuchenden dank dieses Unterrichts ein halbes bis ein ganzes Jahr schneller in den Arbeitsmarkt integriert werden könnten. Dies helfe, Sozialhilfekosten einzusparen.

Mit höheren Kosten im Asylwesen rechnet der Kanton aufgrund des neuen Angebots nicht. Der Kanton setze im Gegenzug weniger Pädagogen ein, die mit den Asylsuchenden gemeinnützige Arbeit durchgeführt hätten, erklärte Fahrni. (sda)