LUZERN: Asylunterkünfte in Luzern werden länger genutzt

Das Asylzentrum Hirschpark in der Stadt Luzern wird nicht nur bis 2017, sondern dauerhaft als Asylzentrum genutzt. Der Betrieb der Notunterkunft in der Zivilschutzanlage Eichhof wird um drei Monate verlängert.

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Das Asylzentrum Hirschpark wird auf 180 Plätze ausgebaut. (Bild Pius Amrein)

Das Asylzentrum Hirschpark wird auf 180 Plätze ausgebaut. (Bild Pius Amrein)

Die Liegenschaft Hirschpark als Asylzentrum in der Stadt Luzern wird von einem Provisorium zu einer Dauerlösung. Dies teilt die Staatskanzlei am Mittwoch mit. Die Unterkunft wird von 100 auf 180 Plätze ausgebaut.

Kein Asylzentrum Eichwald

Im Gegenzug verzichtet der Kanton Luzern auf die Realisierung des geplanten Asylzentrums Eichwald in der Stadt Luzern. Die 5,7-Millionen-Franken teure Containersiedlung war bereits im Januar aufgrund der Kosten sistiert worden.

Grund für den Ausbau des Asylzentrums Hirschpark sei «die äusserst angespannte Unterbringungssituation im Asyl- und Flüchtlingswesen». Seit mehreren Monaten sind angesichts der Flüchtlingskrise in der Anlage bis zu 200 Personen untergebracht.

Die Liegenschaft gehört dem Kanton Luzern. Er hat das Asylzentrum Hirschpark im Mai 2014 als temporäre Lösung für drei Jahre in Betrieb genommen. Der Kanton startet nun das Umbauprojekt. Das Baugesuch wird voraussichtlich im Sommer eingereicht. Der Betrieb des Asylzentrums Hirschpark laufe problemlos und ohne negative Auswirkungen auf die Nachbarschaft, so die Staatskanzlei.

Die Stadt Luzern wird durch die neue Lösung bei der Platzierung von Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich im privaten Wohnraum entlastet. Der Stadtrat biete deshalb Hand für die neue Lösung, wie es in einer Stellungsnahme heisst. Die Regierung komme mit dem Entscheid ihrer Verantwortung nach, langfristig Wohnraum für Asylbewerber und Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Längerfristig führe die Reduktion für die Stadt Luzern zu einer Entlastung bei den Sozialhilfekosten.

Betrieb im «Eichhof» wird verlängert

Zudem hat die Stadt Luzern bekanntgegeben, «als Unterstützungsbeitrag» die Nutzung der Zivilschutzanlage Eichhof um drei Monate bis Ende April zu verlängern. Aufgrund des technischen Zustands der Lüftungs- und Elektroanlagen sei danach kein Betrieb mehr möglich. Die Stadt wird deshalb an einem anderen Ort eine neue Lösung mit bis zu 70 Plätzen suchen müssen.

Hinweis: Am Mittwoch 20. Januar um 19 Uhr findet im Hörsaal des Luzerner Kantonsspitals eine öffentliche Informationsveranstaltung für Anwohner des Zentrums Hirschpark statt.

pd/rem/sda