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LUZERN: Asylzentren: Luzern reagiert auf Verzögerung

Im Hirschpark werden ab Frühling 100 Asylbewerber einquartiert. Die geplanten Zentren im Eichwald und im Grosshof Kriens kommen nur schleppend vorwärts.
Christian Hodel
Ab Frühling 2014 ein Asylzentrum: das ehemalige Pflegeheim Hirschpark auf dem Gelände des Luzerner Kantonsspitals. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Ab Frühling 2014 ein Asylzentrum: das ehemalige Pflegeheim Hirschpark auf dem Gelände des Luzerner Kantonsspitals. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Der Kanton braucht dringend und schnell neue Asylunterkünfte. Die Regierung wird darum die kantonseigene Liegenschaft Hirschpark beim Luzerner Kantonsspital für drei Jahre – von Frühling 2014 bis 2017 – als Asylzentrum nutzen (Ausgabe von gestern). Damit kann laut Regierungsrat Guido Graf die Zentrumsproblematik bei den Asylsuchenden «kurzfristig entschärft» werden.

Mit ein Grund für den neuen Standort in der Stadt Luzern sind Verzögerungen bei den bereits seit Jahren geplanten Asylzentren in der Region. Denn wie Graf sagt, können die Asylzentren im Grosshof Kriens und im Eichwald Luzern «kurzfristig nicht realisiert werden». Noch vor einem Jahr kündigte Graf an, letzteres Zentrum für 120 Personen 2015 zu eröffnen. Nun soll dies erst 2017, nach der Schliessung des Zentrums Hirschpark, geschehen.

Langwierige Verfahren sind schuld

Aber warum die Verzögerungen? «Aufgrund der verschiedenen notwendigen Schritte ergibt sich ein späterer Eröffnungstermin als ursprünglich geplant», teilt Graf schriftlich mit. So müssten etwa ein Submissionsverfahren, die Ausarbeitung der Botschaft für die Kreditbewilligung an den Kantonsrat oder das Baubewilligungsverfahren durchgeführt werden. «Gemäss der angepassten Planung sind wir aber auf Kurs.»

Auch der Bau des zweiten Asylzentrums in der Region, jenes beim Grosshof Kriens, für rund 120 Personen kommt schleppend voran. Zuerst war von der Inbetriebnahme Mitte 2013 die Rede, dann hiess es, das Zentrum soll im Herbst 2014 öffnen. Und am Montag sagte Graf an einer Medienkonferenz: «Wann mit dem Bezug gerechnet werden kann, ist momentan nicht absehbar.» Man warte auf die Baubewilligung.

Zu den Verzögerungen sagt Lothar Sidler, Sozialvorsteher von Kriens: «Wir haben zuerst die Abstimmung abgewartet, bis wir das Projekt weiter bearbeiten.» Die Krienser SVP wollte nämlich mittels einer Initiative das Areal in eine Arbeitszone einzonen. Dadurch hätte das Asylzentrum verhindert werden können – das Volk lehnte Ende September die Initiative mit 57 Prozent ab. Für das Zentrum wurde inzwischen das Baubewilligungsverfahren eröffnet. Der Entscheid wird laut Sidler Anfang nächstes Jahr gefällt. Man sei nun daran, die siebenköpfige Begleitgruppe zusammenzustellen. Am 18. Dezember werde der Gemeinderat den noch ausstehenden Vertreter aus der Anwohnerschaft in die Begleitgruppe wählen. «Danach wird diese das Baugesuch begutachten.»

Grosshof: Drei Bauten geplant

Vorgesehen sind beim Grosshof drei Leichtbauten, ähnlich dem Gebäude der Luzerner Gassenküche. Laut Sidler muss die Begleitgruppe nun aber die Details «genau anschauen und klären». Details müssen auch beim Asylzentrum Hirschpark diskutiert werden. Auch hier wird eine Begleitgruppe einberufen. Schon jetzt steht fest: Zumindest das Luzerner Kantonsspital und die Schulleitung des St.-Karli-Schulhauses unterstützen die Pläne des Kantons. Marianne Zaccaria, Schulleiterin im St. Karli, sagt etwa: «Wir sehen dem Zentrum gelassen entgegen.» Ob dies auch die Anwohner so sehen, wird sich morgen zeigen. Um 19.30 Uhr werden sie im Pfarreisaal der Pfarrei St. Karl über das Asylzentrum orientiert.

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