LUZERN: Ateliers für Luzerner Künstler vergeben

Der Verein Städtepartnerschaft Luzern-Chicago hat Wohnateliers für die Jahre 2016 und 2017 vergeben. Davon können acht Künstler profitieren.

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Das Haus in Chicago, in dem sich das Atelier befindet. (Bild zvg)

Das Haus in Chicago, in dem sich das Atelier befindet. (Bild zvg)

Bis zum 28. Februar sind 46 Bewerbungen eingereicht, wie wie der Verein Städtepartnerschaft Luzern-Chicago mitteilt. Zur Beurteilung der Eingaben wurde eine Fachjury mit Vertretern von Stadt, Kanton und Verein gebildet. Viele der Bewerber skizzierten in ihren Dossiers spezifische Ideen und Projekte für den Chicago-Aufenthalt. Neben künstlerischer Qualität sowie professioneller und kontinuierlicher Auseinandersetzung mit dem eigenen Tätigkeitsfeld bewertete die Jury auch das Potenzial gezielter Auseinandersetzung und nachhaltiger Beziehungen mit der Gaststadt Chicago.

Vergeben wurde je ein viermonatiger Atelieraufenthalt für die Jahre 2016 und 2017 in Chicago an folgende Künstler:

Anja Wicki (1987), Illustratorin

Die Illustratorin und Comic-Zeichnerin Anja Wicki wurde bereits im Umfeld von Fumetto als junge Nachwuchskünstlerin gefördert, sie bekam im Jahr 2014 ein Comic-Stipendium der Deutschschweizer Städte (Bern, Luzern, St. Gallen, Winterthur, Zürich). Bildsprache und Erzählstil ihrer charmanten und unaufgeregten Geschichten gehen eine einzigartige Liaison ein. Die Jury würdigt mit dem Stipendium Anja Wickis Arbeit und Potential und freut sich auf eine Geschichte von und aus Chicago. Die «Windy City» wird für Inspiration und Tatorte sorgen.

Gerold Kunz (1963), Architekt und Denkmalpfleger

Mit Gerold Kunz wurde erstmals in der Geschichte des Ateliers Chicago einem Architekten, Architekturvermittler und Denkmalpfleger ein Stipendium zugesprochen. Gerold Kunz ist ein Kenner der hiesigen Architekturszene und setzt sich mit grundlegenden Fragen des Städtebaus auseinander. Es wird interessant sein, welche Fragestellungen und Schlüsse Gerold Kunz nach seiner Auseinandersetzung mit der Architekturstadt Chicago zurückbringen wird.

Manuel Troller (1986), Gitarrist und Komponist

Der Musiker Manuel Troller ist schon längst kein unbeschriebenes Blatt mehr – sein Potential reicht über die Landesgrenzen hinaus bis über den Teich. Musikalisch spannt er den Bogen von Rock bis Jazz. Die Jury würdigt mit diesem Stipendium sein unermüdliches Schaffen und seinen hervorragenden Ruf, den er sich in den letzten Jahren erarbeitet hat. Luzern darf gespannt sein auf die Akzente, die Manuel Troller mit seinem Eintaucher in die Musikszene Chicagos setzen wird.

Monika Müller (1969), Künstlerin

Die Künstlerin Monika Müller steht bereits seit einigen Jahren in regem Austausch mit der Chicagoer Kunstszene. Mit dem Stipendium hebt die Jury Monika Müllers bisheriges Schaffen heraus und ermöglicht ihr die Fortsetzung der Zusammenarbeiten und den Austausch vor Ort. Monika Müller ist in der Luzerner Kunstszene bestens vernetzt und hat einen hohen künstlerischen Ausweis. Als Mitbegründerin der Alpineum Produzentengalerie ist sie auch stark in der Vermittlung.

Rebecca und Ruth Stofer (1982), Künstlerinnen

Die Zwillingsschwestern Rebecca und Ruth Stofer arbeiten seit dem gemeinsamen Studium an der HSLU oft zusammen. Die Kraft ihrer kreativen Zweisamkeit beruht auf Ergänzung durch Gegensätzlichkeit. Das Chicago-Projekt der beiden Künstlerinnen hat die Jury überzeugt: Es ist durchdacht skizziert und eng mit Chicago verknüpft. Wir freuen uns auf die Umsetzung, Bilder und Töne aus der Sister City.

Elias Gamma (1988)/Riccardo Pardini (1985)/Julius Lange(1985), Musik

«Shady and the Vamp» rockten anlässlich ihrer US-Konzerttour auch schon Chicago. Die Garagepunk-Szene ist klein und übersichtlich. Deshalb konnte sich die Shady-Combo bereits einen Ruf jenseits der Schweizer Grenzen einspielen. Mit dem Stipendium zeichnet die Jury das beharrlich-konsequente Dranbleiben und das Feuer der Band aus und ermöglicht es ihr, bei ihren musikalischen Wurzeln und mit einem Top-Produzenten eine Scheibe einzuspielen.

pd/rem