LUZERN: Auch Parteifreunde rüffeln Roth

David Roth wird wegen seines Facebook-Kommentars nun auch von SP-Politikern kritisiert. Und ein Ethikdozent sprich von einer «Grauzone von juristisch Erlaubtem».

Christian Hodel
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David Roths Äusserungen auf Facebook geben zu reden. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

David Roths Äusserungen auf Facebook geben zu reden. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der Facebook-Eintrag von David Roth, Vizepräsident der SP Schweiz, zum Tod der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher sorgt weiter für Empörung. Der 27-jährige Politiker hatte nach Bekanntwerden der Todesnachricht geschrieben: «Ich glaub, es ist nicht zynisch, heute ein Bier auf Maggies besten Tag zu trinken».

SP-Fraktionschef: «Fragwürdig»

Über den Facebook-Eintrag regen sich inzwischen nicht nur bürgerliche Politiker auf, sondern auch Roths Parteifreunde. «Ich finde es fragwürdig, wenn Twitter und Facebook dazu benutzt werden, Provokationen zu platzieren», sagt Andy Tschümperlin, Schwyzer SP-Nationalrat und Fraktionschef im Nationalrat. Die Stellungnahme von David Roth sei zwar in Ordnung, und er könne sie politisch nachvollziehen. «Dass politische Botschaften aber provokant sein müssen, um Aufmerksamkeit zu erhalten, finde ich fraglich.»

Die Luzerner SP-Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo ist gleicher Ansicht: «Die Kritik an der Politik von Margaret Thatcher ist angebracht, und die teile ich. Aber auf den Tod von Thatcher anzustossen, finde ich pietätlos.»

Ethikdozent: «Sehr bedenklich»

Auch Markus Arnold, Ethikdozent an der Universität Luzern, findet Roths Äusserungen bedenklich. «David Roth bewegt sich mit seiner Aussage bewusst in der Grauzone von juristisch Erlaubtem und moralisch Bedenklichem», sagt Arnold.

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