LUZERN: Auf der Suche nach den Nachwuchs-Förstern

An der Forstmesse geht es nicht nur um neue Maschinen. Auch die an- stehende Pensionierungswelle beschäftigt die Förster.

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Millimeterarbeit unter Zeitdruck: An der Forstmesse auf der Luzerner Allmend
wird der neue Schweizer Meister in der Holzhauerei gekürt. (Bild Pius Amrein)

Millimeterarbeit unter Zeitdruck: An der Forstmesse auf der Luzerner Allmend wird der neue Schweizer Meister in der Holzhauerei gekürt. (Bild Pius Amrein)

Röhrende Kettensägen und johlendes Publikum: An der 23. internationalen Forstmesse auf der Luzerner Allmend wird der neue Schweizer Meister in der Holzhauerei gekürt. Dabei ist vor allem Präzision gefragt, sei es beim Zersägen von Holzstämmen oder beim Montieren der Kette auf der Säge. Und bei aller Präzision muss es auch noch schnell gehen. Starke Männer zeigen, wie präzise sie mit den Maschinen umgehen können.

280 Aussteller aus dem In- und Ausland zeigen an der Forstmesse auf 31 000 Quadratmetern ihre Produkte aus der Welt der Waldarbeit. Über das ganze Wochenende werden rund 26 000 Besucher erwartet.

Am Donnerstag haben sich Nachwuchs-Förster in der sogenannten «Holzhauerei» auf der Luzerner Allmend gemessen. Impressionen der Schweizerneisterschaft anlässlich der Forstmesse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
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Am Donnerstag haben sich Nachwuchs-Förster in der sogenannten «Holzhauerei» auf der Luzerner Allmend gemessen. Impressionen der Schweizerneisterschaft anlässlich der Forstmesse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Am Donnerstag haben sich Nachwuchs-Förster in der sogenannten «Holzhauerei» auf der Luzerner Allmend gemessen. Impressionen der Schweizerneisterschaft anlässlich der Forstmesse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Am Donnerstag haben sich Nachwuchs-Förster in der sogenannten «Holzhauerei» auf der Luzerner Allmend gemessen. Impressionen der Schweizerneisterschaft anlässlich der Forstmesse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Am Donnerstag haben sich Nachwuchs-Förster in der sogenannten «Holzhauerei» auf der Luzerner Allmend gemessen. Impressionen der Schweizerneisterschaft anlässlich der Forstmesse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Am Donnerstag haben sich Nachwuchs-Förster in der sogenannten «Holzhauerei» auf der Luzerner Allmend gemessen. Impressionen der Schweizerneisterschaft anlässlich der Forstmesse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Am Donnerstag haben sich Nachwuchs-Förster in der sogenannten «Holzhauerei» auf der Luzerner Allmend gemessen. Impressionen der Schweizerneisterschaft anlässlich der Forstmesse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Am Donnerstag haben sich Nachwuchs-Förster in der sogenannten «Holzhauerei» auf der Luzerner Allmend gemessen. Impressionen der Schweizerneisterschaft anlässlich der Forstmesse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Am Donnerstag haben sich Nachwuchs-Förster in der sogenannten «Holzhauerei» auf der Luzerner Allmend gemessen. Impressionen der Schweizerneisterschaft anlässlich der Forstmesse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Am Donnerstag haben sich Nachwuchs-Förster in der sogenannten «Holzhauerei» auf der Luzerner Allmend gemessen. Impressionen der Schweizerneisterschaft anlässlich der Forstmesse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Am Donnerstag haben sich Nachwuchs-Förster in der sogenannten «Holzhauerei» auf der Luzerner Allmend gemessen. Impressionen der Schweizerneisterschaft anlässlich der Forstmesse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Am Donnerstag haben sich Nachwuchs-Förster in der sogenannten «Holzhauerei» auf der Luzerner Allmend gemessen. Impressionen der Schweizerneisterschaft anlässlich der Forstmesse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Am Donnerstag haben sich Nachwuchs-Förster in der sogenannten «Holzhauerei» auf der Luzerner Allmend gemessen. Impressionen der Schweizerneisterschaft anlässlich der Forstmesse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Am Donnerstag haben sich Nachwuchs-Förster in der sogenannten «Holzhauerei» auf der Luzerner Allmend gemessen. Impressionen der Schweizerneisterschaft anlässlich der Forstmesse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Am Donnerstag haben sich Nachwuchs-Förster in der sogenannten «Holzhauerei» auf der Luzerner Allmend gemessen. Impressionen der Schweizerneisterschaft anlässlich der Forstmesse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Am Donnerstag haben sich Nachwuchs-Förster in der sogenannten «Holzhauerei» auf der Luzerner Allmend gemessen. Impressionen der Schweizerneisterschaft anlässlich der Forstmesse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

50 Prozent gehen in Pension

Neben Motorsägen, Häckselmaschinen und Sicherheitsschuhen geht es an der Forstmesse auch um andere Themen. «Waldberufe – Berufe der Zukunft» heisst eine Sonderschau. Dass beim Forstwart-Nachwuchs Handlungsbedarf besteht, bestätigt Rolf Dürig. Er ist Leiter der eidgenössischen Fachstelle Codoc, die sich um die Ausbildung in Waldberufen kümmert. «In den nächsten Jahren gehen rund 50 Prozent der Förster in Pension», sagt er. Bei dieser hohen Quote sei es schon fraglich, ob genügend Nachwuchs vorhanden sein wird.

Lehrlingszahlen sind stabil

Dabei sind die Lehrlingszahlen gar nicht so schlecht: Rund 300 Jugendliche beginnen jedes Jahr eine Forstwart-Lehre. «Diese Zahl ist seit 20, 30 Jahren stabil», sagt Dürig. Und das, obwohl die Anzahl Beschäftigter in der Forstbranche im gleichen Zeitraum um rund 40 Prozent zurückgegangen sei. Das hat auch mit dem Wandel in der Branche zu tun. «Die Bewirtschaftung mit grossen Maschinen hat zugenommen», sagt Dürig.

Mit der Besetzung der Lehrstellen habe man keine grossen Probleme, sagt Dürig. «Es gibt regionale Unterschiede. Aber gerade in der Zentralschweiz konnten in diesem Jahr alle Lehrstellen besetzt werden», sagt er.

Um vom Forstwart zum eigentlichen Förster zu werden, braucht es nach der Lehre eine zweijährige Ausbildung an einer höheren Fachschule. 16 Prozent der ausgebildeten Forstwarte machen eine Weiterbildung. Dabei schliessen nur 10 bis 15 Lehrlinge pro Jahr die Berufsmatura ab. «Diese Quote dürfte höher sein», meint Rolf Dürig.

«Neue Maschinen anschauen»

Einer, der mit Fug und Recht zum Forst-Nachwuchs gezählt werden darf, ist Sven Lussi. Der 16-Jährige aus Beckenried hat am Montag mit der Forstwart-Lehre begonnen. «Bis jetzt gefällt es mir gut», sagt er kurz nach seinem Lehrstart. «Ich bin schon immer gerne im Wald und in der Natur gewesen», meint er zu seiner Motivation. Sven ist mit seinem Lehrbetrieb, der Forstlichen Arbeitsgemeinschaft Emmetten/Beckenried, zur Messe gekommen. «Wir wollen hier neue Maschinen anschauen», sagt er.

Aus Liebe zur Natur

Ein weiterer Jungförster ist Joshua Ziegler aus dem sankt-gallischen Waldkirch. Der 20-jährige Ostschweizer hat seine Lehrjahre bereits hinter sich. Neben seiner Liebe zur Natur hat er auch ein Faible für die «Arbeit mit schweren Maschinen», wie er sagt. Ziegler sagt, dass die Arbeit als Forstwart schon anstrengend sei. Aber: «Man gewöhnt sich daran.» Auf die Frage, ob er noch eine zusätzliche Ausbildung machen will, sagt Joshua Ziegler: «In ein paar Jahren will ich Revierförster werden.»

Dominik Weingartner

Hinweis

Die Forstmesse dauert noch bis Sonntag, 23. August. Der Eintritt in die Messehallen kostet 16 Franken, für das Freiluftgelände wird kein Eintritt verlangt. Mehr Infos zum Programm auf www.forstmesse.com