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LUZERN: Auf Kurs: Jährlich schaffen sie eine neue Stelle

Marmobisa AG heisst der grösste Arbeitgeber in Ebersecken. Zum 30-jährigen Bestehen hat die Firma aufgerüstet – und nebenbei die ganze Gemeinde aufgewertet.
Christian Hodel
Die Marmobisa AG hat sich auf den Handel mit Granit, Parkett und Natursteinen spezialisiert. Im Bild (v. l. n. r) die Inhaberfamilie: Daniel, Silvia, Patrick und René Bircher. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Die Marmobisa AG hat sich auf den Handel mit Granit, Parkett und Natursteinen spezialisiert. Im Bild (v. l. n. r) die Inhaberfamilie: Daniel, Silvia, Patrick und René Bircher. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

21 Meter hoch ist der Masten, der dem Ebersecker Gewerbe die Arbeit massiv erleichtert. Seit exakt sechs Monaten thront er auf dem Dach der Marmo­bisa AG eingangs des Dorfes. «Seit wir Handyempfang haben, ist die Arbeit deutlich einfacher geworden», sagt Firmenmitinhaberin Silvia Bircher. Die Angestellten sind jederzeit telefonisch erreichbar – und auch die Geschäftspartner sind zufrieden. «Es gab viele Kunden, die sich über den fehlenden Handyempfang aufgeregt haben.» Nach dem langen Hin und Her beim vorgesehenen Standort für die Funkantenne – auf der Biffigweid – und zwei Einsprachen schritt ihr Unternehmen ein. Von der Swisscom liess die Familie ihr Gebäude als möglichen Antennenplatz prüfen. Silvia Bircher: «Bisher haben wir nur positive Rückmeldungen erhalten.» Letztlich habe das ganze Dorf vom Handyempfang profitiert.

Alle drei Söhne im Geschäft dabei

Zusammen mit ihren drei Söhnen führt Silvia Bircher das Familienunternehmen. Was sie einst zu zweit mit ihrem Mann aufbaute, ist inzwischen zum grössten Arbeitgeber in der 400-Seelen-Gemeinde geworden. Über 30 Angestellte arbeiten unter ihrem Dach. Zwei Firmen sind in den vergangenen Jahrzehnten entstanden: die Marmobisa AG – ein Grosshändler für Natursteine, Granit, Feinsteinzeugplatten und Parkett – und die B+R Sanitär-Center AG, ein Grosshandel für Badeinrichtungen. Am 3. September feiern die Unternehmen das 30- beziehungsweise 20-jährige Bestehen.

Dass der Firmensitz in Ebersecken liegt, ist mehr einem Zufall geschuldet als einer bewussten Wahl. «Wir haben in Stansstad angefangen», sagt Silvia Bircher. Doch irgendwann seien die Geschäftsräume zu klein geworden. In Ebersecken fand man schliesslich Gebäude, die gross genug und auch finanziell tragbar waren. Doch Ebersecken ist nicht gerade eine Gemeinde, die man als Wirtschaftsmotor bezeichnen würde – Landwirtschaft dominiert das Dorf. Die Autobahn liegt acht Kilometer weit weg, der ÖV fährt nur eingeschränkt. Dennoch sagt Daniel Bircher (30), der jüngste Sohn der Firmengründerin: «Ebersecken ist im Herzen der Schweiz. Wir haben Kunden aus der ganzen Deutschschweiz. Der Standort ist für uns ideal.» Wer an einem Samstag nach Ebersecken fährt, sieht das: Autofahrer mit den unterschiedlichsten Kantonsschildern belegen die Parkplätze rund um die Gebäude der Marmobisa AG. Das Geschäft laufe gut, sagt Daniel Bircher. Aber das Business sei härter geworden: Immer mehr Anbieter drängen auf den Markt.

Neuer Standort in Bern

«Man muss sich behaupten können», so Bircher weiter. Damit dies auch künftig gelingt, setze man auf Einzigartigkeit und Qualität. «Wir haben bei uns Produkte, die man nirgends sonst bekommt.» Alle namhaften Firmen aus der Branche seien in ihrem Sortiment vertreten. «Und zusätzlich haben wir eigene spezielle Produkte. Unsere Hersteller produzieren diese nach unseren Ideen für uns.» Dennoch sagt Daniel Bircher auch: «Man muss sich stetig weiterentwickeln und neue Märkte erschliessen.» Seit einigen Monaten habe man das Sortiment im Wellnessbereich erweitert – ein wachsender Geschäftszweig sei das. Zudem wurde in Ittigen BE eine Niederlassung bezogen, wo die Produkte der Firma ausgestellt werden. «Ziel ist es, in einigen Jahren einen dritten Standort zu haben», sagt Daniel Bircher. Vor zehn Jahren stieg er in den elterlichen Betrieb ein – damals als wohl einer der jüngsten Geschäftsleiter im Kanton. Seine Brüder René (35) und Patrick (37) machten es ihm Jahre zuvor bereits vor. «Wir sind alle mit dem Betrieb aufgewachsen.» Es sei der logische Schritt gewesen, dass alle Brüder den Betrieb übernehmen würden. Probleme zwischen Geschäftlichem und Privatem habe es nie gegeben. «Am vergangenen Familienfest haben wir zum Beispiel kein einziges Wort über die Firma gesprochen», sagt Bircher und nimmt sein Smartphone aus der Hosentasche. Auch er zieht nach einem halben Jahr Handyempfang im Dorf ein positives Fazit: «Früher fuhr ich vom Geschäft an meinen Wohnort, und plötzlich blinkten verpasste Anrufe und Nachrichten auf, die ich dann noch erledigen musste.»

Christian Hodel

Hinweis

Die Marmobisa AG in Ebersecken öffnet ihre Türen: Samstag, 3. September, 9 bis 18 Uhr.

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