LUZERN: Auf Langensandbrücke wirds jetzt noch enger

Der Neubau der Langensandbrücke hat begonnen. Folge: Busse und Autos werden zeitweise nicht mehr kreuzen können.

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Seit Montag sind die Vor­be­reitungs­arbeiten für den Neubau der Langensandbrücke im Gange. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Seit Montag sind die Vor­be­reitungs­arbeiten für den Neubau der Langensandbrücke im Gange. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Sie ist ein Nadelöhr des Luzerner Stadtverkehrs und längst sanierungsbedürftig: die Langensandbrücke. Am Montag nun haben die ersten Vorarbeiten begonnen. Die Brücke wird nach der Sanierung vierspurig und mit separaten Fuss- und Velowegen ausgestattet sein. Während der Bauzeit aber muss eine Brücke mit beschränkter Kapazität in Kauf genommen werden.

Konkret bedeutet dies: Die Brücke erhält eine Kernfahrbahn ohne Mittelstreifen; auf der Brücke können Busse und Autos dann nicht mehr ohne weiteres kreuzen, sondern müssen dazu auf den Velostreifen ausweichen. Am nächsten Freitag soll das neue Verkehrsregime in Kraft treten. Muss deswegen mit Staus gerechnet werden?

Verspätungen bei den VBL?
Gerade die VBL hoffen, dass die Bauerei an der Brücke nicht zum Problem wird. Neben mehreren Buslinien, welche fahrplanmässig über die Brücke müssen, liegt auch das VBL-Depot im Tribschenquartier. Jeder Bus muss also wiederholt über die Langensandbrücke.

«Es kann durchaus kleinere Verspätungen geben», sagt VBL-Direktor Norbert Schmassmann. Man sei sich bewusst, dass ein solches Projekt nicht spurlos am Verkehrsbetrieb vorbeigehen könne, sagt Schmassmann weiter: «Eine Baustelle ist nie optimal für den Busbetrieb.»

Die VBL erwarten allerdings weit weniger Probleme als zuletzt bei der Sanierung der Hirschmattstrasse  damals fuhren die VBL massive Verspätungen ein.

Die Stadt hat einen Plan B
Bei der Verkehrsplanung der Stadt Luzern ist man überzeugt  die gewählte Strategie wird aufgehen, sagt Projektleiter Jörg Hartmann. Sollte die Kernfahrbahn-Strategie dennoch zum Problemfall werden, hätte man eine Alternative: Laut Hartmann könnte auf die Velostreifen verzichtet und der Mittelstreifen wieder eingesetzt werden. «Die jetzige Lösung ist für die Velofahrer aber sicherer», sagt Hartmann.

Ismail Osman / Neue Luzerner Zeitung