LUZERN: Auszeichnungen für Luzerner & Schwyzer

Insgesamt 19 Personen, Institutionen, Gebäude und Anlagen erhalten in Luzern den diesjährigen Schweizer Solarpreis. Unter den Preisträgern ist ein Familienbetrieb aus Luzern. Weitere Preise gehen nach Meggen, Wolhusen, Udligenswil, Galgenen und Schwyz.

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Ganzflächig integrierte Solaranlage auf dem Schweinestall der Familie Unternährer aus Luzern. (Bild: PD)

Ganzflächig integrierte Solaranlage auf dem Schweinestall der Familie Unternährer aus Luzern. (Bild: PD)

Insgesamt vergibt Solaragentur Schweiz am Freitag in der Messe Luzern 14 Solarpreise für Persönlichkeiten, Institutionen, Neubauten, Sanierungen und Solaranlagen in der Schweiz. Hinzu kommen fünf weitere Auszeichnungen und Diplome, die alle für Wertschöpfung im Inland sorgen.

Seit 1991 werden die Gewinner des Solarpreises in verschiedenen Kategorien für ihr Engagement zugunsten der Solarenergie geehrt. Die Preisvergabe findet Freitag anlässlich der diesjährigen Messe «Bauen & Modernisieren» in Luzern statt, wie die Solar Agentur Schweiz mitteilte.

Ausgezeichnet mit einem Solarpreis: Trudi und Walter Unternährer. (Bild: PD)

Ausgezeichnet mit einem Solarpreis: Trudi und Walter Unternährer. (Bild: PD)

In der Kategorie Persönlichkeiten hat dieFamilie Unternähreraus Luzern einen Solarpreis gewonnen. Sie fördert mit ihrer Ueli-Hof AG die natur- und tiergerechte Erzeugung von Lebensmitteln. 1996 installierte sie in ihrem Betrieb, dem Bio-Hof Mättiwil nahe Luzern, die erste Solaranlage, die 2013 durch eine neue, mehr als doppelt so kräftige Anlage ersetzt wurde. Die insgesamt drei Solaranlagen erzeugen jährlich rund 75’900 kWh, womit der Gesamtstrombedarf des Betriebes zu 118 Prozent gedeckt ist. Vor einer Woche eröffnete Ueli-Hof in Ebikon eine neue, zweistöckige Bio-Fleischmanufaktur mit einer Solaranlage. Dadurch steigt die Gesamtstromerzeugung voraussichtlich auf rund 121'000 kWh.

Die Solarkollektoren unterhalb des Gebäudes und die SolarAnlage auf dem Dach erzeugen jährlich 19'100 kWh/a. (Bild: PD)

Die Solarkollektoren unterhalb des Gebäudes und die SolarAnlage auf dem Dach erzeugen jährlich 19'100 kWh/a. (Bild: PD)

Das Einfamilienhaus Renggliin Wolhusenproduziert 131 Prozent Strom. Die Solaranlage auf dem Dach produziert Strom, die unterhalb des Gebäudes angebaute Solaranlage Wärme. Eine Pellets-Heizung deckt den weiteren Wärmebedarf des ganzen Gebäudes ab.

 

 

 

 

Aus der Eigenenergieversorgung von 39'800 kWh/a und dem Gesamtenergiebedarf von 34'600 kWh/a resultiert ein Solarstromüberschuss von 5'190 kWh/a. (Bild: PD)

Aus der Eigenenergieversorgung von 39'800 kWh/a und dem Gesamtenergiebedarf von 34'600 kWh/a resultiert ein Solarstromüberschuss von 5'190 kWh/a. (Bild: PD)

Peter Schilligers Landhaus in Udligenswilwurde 1995 damaligen Baunormen entsprechend geplant, 1996 realisiert und im April 1997 bezogen. Anstatt das 17-jährige Einfamilienhaus zusätzlich zu dämmen, wurde ein PlusEnergiebau erstellt. Die Eigenenergieversorgung beträgt 115 Prozent.

 

 



 

Jury: «Die harmonisch wirkenden dunkelblauen Dächer des Schlosses und des Schlossgutes ergänzen das Landschaftsbild mit dem blauen See im Vordergrund optimal.» (Bild: PD)

Jury: «Die harmonisch wirkenden dunkelblauen Dächer des Schlosses und des Schlossgutes ergänzen das Landschaftsbild mit dem blauen See im Vordergrund optimal.» (Bild: PD)

In der Kategorie Photovoltaik wurde unter anderen das Schlossgut Meggenhornin Meggenausgezeichnet. Die Jury lobt, dass die Architektur gewahrt bleibe und das neue Dach sich der Farbe des Schlossdaches anpasse. Das schützenswerte Ortsbild werde aufgewertet und wirke modern. Die Anlage deckt den Strombedarf zu 190 Prozent.

 

 

 

 

Das vom Werkhof zum PlusEnergieBau sanierte Zweifamilienhaus der Familie Wehrli. (Bild: PD)

Das vom Werkhof zum PlusEnergieBau sanierte Zweifamilienhaus der Familie Wehrli. (Bild: PD)

Der Plusenergiebau-Solarpreis geht unter anderem an die Familie Wehrliaus Schwyz. Sie verwandelte einen ehemaligen Werkhof in ein Zweifamilienhaus. Die vertikale Holzverschalung bedeckt die neue Wärmedämmung und gibt dem Gebäude eine einheitliche Erscheinung, von der kräftig ausgebildeten Dachauskragung über die neue Fassade bis in den zu einer Terrasse erweiterten, plastisch ausgebildeten Sockel. Die Familie produzierte ein Fünftel mehr Energie als sie benötigt.
 

Eigenversorgung: 370 Prozent. (Bild: PD)

Eigenversorgung: 370 Prozent. (Bild: PD)

Ein weiteres Diplom geht an dieFamilie Grab aus Galgenen, die an der Stelle ihres alten energieverzehrenden und mit Erdöl betriebenen Bauprovisoriums einen ökologischen Ersatzneubau mit Solaranlage erstellte. Das Haus produziert 370 Prozent Strom. Damit könnte ein Elektroauto rund 4,5 Mal die Erde umrunden.

pd/rem