LUZERN: Autofahrer strandet auf der Rathaustreppe

Immer wieder verfahren sich Autofahrer. So auch am Dienstag in der Luzerner Altstadt.

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Dieses Auto blieb auf der Rathaustreppe stecken. (Bild: Screenshot Radiopilatus.ch)

Dieses Auto blieb auf der Rathaustreppe stecken. (Bild: Screenshot Radiopilatus.ch)

Damit hat diese 57-jährige Touristen aus den USA wohl nicht gerechnet: Ihr Auto blieb am Dienstag auf der Rathaustreppe in der Luzerner Altstadt hängen, wie Radio Pilatus berichtet. Das Fahrzeug musste mit einem Kran geborgen werden. 

Die Touristin wollte zu einem Hotel an der Reuss gelangen und steuerte den Mietwagen zur Treppe. Nach zwei Stufen bemerkte sie den Fauxpas und zog die Handbremse. Verletzt wurde niemand. Mit einer Busse muss die Fahrerin gemäss Polizei nicht rechnen. Die Zufahrt in der Fussgängerzone ist für Hotelgäste erlaubt.

Bereits im August dieses Jahres verfuhr sich ein Franzose in der Luzerner Innenstadt. Erst als die Vorderräder seines Autos bereits über der ersten Stufe der Rathaustreppe hingen, merkte er, dass sein Navi ihn offensichtlich irregeführt hatte. Passanten hievten das Auto wieder zurück.

Immer wieder verfahren sich Touristen und ortsunkundige Lenker in der Zentralschweiz. Nachfolgend ein paar Beispiele:

31. Juli 2014: Eine südkoreanische Familie verlässt sich nur auf ihr Navigationsgerät – bis das Mietauto blockiert ist. Die Familie wollte auf den Pilatus fahren und blieb auf einem Wanderweg unterhalb der Fräkmüntegg stecken.

10. Juli 2013: Ein Navigationsgerät führt einen Touristen direkt zur Rathaustreppe. Der Tourist gab an, dass er blind seinem Navigationsgerät gefolgt sei.

16. Juni 2012: Nicht die Treppe hinunter, sondern die Einsiedler Sprungschanze hinauf wollte ein 37-jähriger Audi-Fahrer. Laut der Schwyzer Kantonspolizei sei der Mann zwar nüchtern gewesen, habe jedoch verwirrt gewirkt.

12. April 2010 : Ein italienischer Bus-Chauffeur vertraut blind seinem Navigationsgerät und landet statt im Flüeli-Ranft auf einem Feldweg.

15. November 2010: Eine etwa 50-jährige Lenkerin wollte bei den Pilatus-Bahnen in Alpnachstad parkieren. Ein Blick auf die andere Seite der Bahngeleise offenbarte ihr mehrere freie Parkplätze. Also steuerte die ortsunkundige Lenkerin die nächstbeste Gelegenheit an, in der festen Überzeugung, auf die andere Seite zu gelangen. Pech nur, dass dies eine Unterführung für Fussgänger war. Der Offroader blieb auf der Treppe hängen.

In der Stadt Zug ist die Bahnunterführung auf der Gotthardstrasse bekannt für Missgeschicke: Unzählige Lastwagen-Chauffeure verliessen sich schon blind auf ihr Navigationsgerät und fuhren jeweils in die Brücke, weil sie die Höhe der Brücke falsch einschätzten, wie alleine zwei polizeilich registriert Unfälle in diesem Jahr zeigen (05.09.2014, 07.03.2014).

rem/sda