LUZERN: Banken zeichnen gemäss einer Studie ein düsteres Bild für die Zukunft

Kleinbanken sind erfolgreich unterwegs, allerdings schätzen die Banken ihre Zukunft mehrheitlich eher pessimistisch ein. So lautet das Fazit einer Studie zum Schweizer Retail Banken-Markt des Instituts für Finanzdienstleistungen Zug IFZ der Hochschule Luzern.

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Die Schwyzer Kantonalbank liegt hinter der Graubünder Kantonalbank auf Platz 2 des Rankings. (Archivbild: Luzerner Zeitung)

Die Schwyzer Kantonalbank liegt hinter der Graubünder Kantonalbank auf Platz 2 des Rankings. (Archivbild: Luzerner Zeitung)

Die «IFZ Retail Banking-Studie 2016» der Hochschule Luzern zeigt, dass die Bankenvertreter ein insgesamt düsteres Bild der Zukunft zeichnen. Fast in allen Bereichen erwarten die 220befragten Geschäftsleitungsmitglieder künftig strengere Richtlinien und schwierigere Bedingungen. Sie gehen davon aus, dass sich der Wettbewerb weiter intensivieren, der Margendruck infolge sinkender Kundenloyalität verstärken sowie die Bautätigkeit abnehmen wird. Gleichzeitig rechnen die Banken in den nächsten Jahren mit hohen Investitionen.

Es fällt auf, das insbesondere Kleinbanken für das analysierte jahr 2015 teilweise mit enorm guten Kennzahlen aufwarten können. Mit der Bank EEK AG, der Ersparniskasse Affoltern i.E. AG sowie der Spar- und Leihkasse Wynigen AG sind dieses Jahr gleich drei Banken mit einer Bilanzsumme von weniger als 1.5 Milliarden Franken unter den besten fünf Retail Banken. Ebenfalls sehr gut platziert sind die Kantonalbanken aus Schwyz und Graubünden. Bei der Analyse der Zahlen zeigt sich: Einige Kleinbanken wehren sich trotz des Tiefzinsumfeldes erfolgreich gegen den Margendruck im Aktivgeschäft. Zudem sind sie häufig sehr gut kapitalisiert und finanzieren ihre Kundenausleihungen zu einem grossen Teil durch Kundengelder.

pd/zim