LUZERN: Bauboom begünstigt Mängel an Bauten

Die steigende Zahl an Baugesuchen führt oft zu eine Häufung an Baumängeln. Wir zeigen auf, wie man sich schützen kann.

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Warten seit über sechs Monaten auf die Decke: Geri und Regina Schnyder aus Schachen haben bei ihrem Haus Baumängel zu beklagen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Warten seit über sechs Monaten auf die Decke: Geri und Regina Schnyder aus Schachen haben bei ihrem Haus Baumängel zu beklagen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Baumängel sind derzeit im Kanton Luzern keine Seltenheit. Immer wieder werden Klagen von Hausbesitzern laut. Seitens der Hausbesitzer schätzt man die Kosten für die Mängelbehebung auf rund 200'000 Franken. Karl Rigert, Präsident des Hauseigentümerverbandes (HEV) Luzern, bestätigt: «Im grossen Ganzen haben wir in der Schweiz Bauten von sehr guter Bauqualität. Leider gibt es, vor allem in Zeiten von überdurchschnittlich hoher Bautätigkeit, unschöne Ausnahmen.»

Luzern steuert auf Rekordjahr zu

Derzeit liegt eine solch überdurchschnittlich hohe Bautätigkeit vor. In den letzten Jahren hielt sich die Zahl an Baugesuchen konstant auf knapp über 5000. Doch 2013 verspricht ein Rekordjahr zu werden. Bereits in den ersten zwei Monaten eröffnete die Baugesuchszentrale über 820 Dossiers. Klar scheint ebenfalls, dass die Fülle an Aufträgen den Druck auf Firmen erhöht und einer höheren Fehleranfälligkeit führt. «Da gibt es nichts zu beschönigen. Die Ressourcen von qualifizierten Bauhandwerkern sind beschränkt und reichen in Boom-Zeiten nicht aus, um bei allen Bauten die gewünschte Qualität zu erreichen. Allzu grosser Zeitdruck kann zu Fehlern und damit Baumängeln führen», sagt Rigert.

Sasa Rasic

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