LUZERN: Bauern suchen neuen Viehmarkt-Platz

Der Viehmarkt bei der Stadthalle Sursee ist bald Geschichte. Das Städtchen hat den Vertrag gekündigt. Nun suchen die Bauern einen neuen Platz; was nicht ganz einfach ist.

Rainer Rickenbach
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Bauern am Schlachtviehmarkt in Sursee. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Bauern am Schlachtviehmarkt in Sursee. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Jeden Dienstag geht in Sursee der Schlachtviehmarkt über die Bühne. Auf dem Viehmarktplatz bei der Stadthalle wechseln jährlich gegen 9000 Schlachttiere den Besitzer. Die Verkäufer sind in der Regel Viehhändler, die Käufer Grossmetzgereien aus der ganzen Schweiz.

Sie werden sich bald an eine neue Umgebung gewöhnen müssen. Denn das Städtchen Sursee hat bereits vor einiger Zeit den Nutzungsvertrag auf September des nächsten Jahres gekündigt. Der Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband (LBV) ist seither auf der Suche nach einem neuen Areal für den Händlermarkt mit einem Einzugsgebiet, das weit über die Luzerner Kantonsgrenzen hinausreicht.

23 mögliche Standorte untersucht

Die Suche nach einem neuen Platz ist indes kein leichtes Unterfangen. «Eine Arbeitsgruppe des Verbandes hat an 23 möglichen Standorten einen Augenschein genommen. Ein paar heisse Eisen haben wir im Feuer. Nun klären wir ab, ob es auch klappt», sagt LBV-Geschäftsführer Stefan Heller. Die Ansprüche an das neue Areal sind hoch: Es muss gross und möglichst zentral gelegen sein, am besten in Autobahnnähe. Eine Lage also, um die sich auch Immobilienhändler, Industrie und Gewerbe reissen, die bei den Landbesitzern mit mehr Zahlungskraft und höherer Wertschöpfung auftrumpfen können als der Bauernverband.

«Wir brauchen den Platz»

«Ich bin trotzdem zuversichtlich, dass wir bis in einem Jahr einen neuen Viehmarktplatz gefunden haben. Es gibt dazu keine Alternative: Wir brauchen ihn, um einen transparenten Tierhandel zu gewährleisten. Zudem sind jeweils Vertreter des Veterinäramtes dabei», sagt Heller.