LUZERN: Bei Auslagerung der Heime tritt GAV in Kraft

Werden die Pflegeheime der Stadt Luzern in eine AG ausgegliedert, gilt für die 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Die Stadt und die Personalverbände haben den GAV unterzeichnet.

Drucken
Teilen
Pflegerin bei der Betreuung einer Heimbewohnerin. (Bild: Archiv Neue LZ)

Pflegerin bei der Betreuung einer Heimbewohnerin. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Stadt möchte ihre Abteilung Heime und Alterssiedlungen in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft umwandeln. Ein erstes Ja dazu hatte das Parlament 2012 gegeben. Im Dezember debattiert es ein weiteres Mal über das Thema. Die Stimmberechtigten werden voraussichtlich am 18. Mai 2014 über die Schaffung der AG entscheiden.

Ein zentrales Thema, die Arbeitsbedingungen des Heimpersonals, ist bereits geregelt. Der Stadtrat und vier Personalverbände hätten den GAV, der bei einer Verselbständigung der Heime in Kraft treten würde, unterschrieben, teilte die Stadt am Freitag mit.

Die Verbände bezeichnen in einer Mitteilung den Abschluss als «erfreuliches Signal». Gute Pflegebedingungen könnten nur mit guten Arbeitsbedingungen gesichert werden.

Ziel der Verhandlungen sei es gewesen, dass das Personal grundsätzlich gleich gestellt sei wie im Personalrecht der Stadt, dass aber auch die branchenspezifischen Bedürfnisse des Gesundheitswesens besser berücksichtigt würden, teilte die Stadt mit.

So profitieren die Heimmitarbeiter und -mitarbeiterinnen unter anderem von mehr Ferientagen. Zudem legt der GAV fest, dass die AG die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Stadt übernehmen muss. Das Personal bleibt in der Pensionskasse der Stadt.

(sda)