LUZERN: Bei den Kleinen ist Ponyreiten der Hit

Für die Kreativ- und Sportwoche haben sich 300 Kinder mehr angemeldet als letztes Jahr. Auch Flüchtlingskinder dürfen teilnehmen.

Natalie Ehrenzweig
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Jano und Lisa striegeln ein Pony auf dem Reitplatz Oberbreiten in Kastanienbaum. (Bild Eveline Beerkircher)

Jano und Lisa striegeln ein Pony auf dem Reitplatz Oberbreiten in Kastanienbaum. (Bild Eveline Beerkircher)

Timo und Livia beim Pony striegeln auf dem Reitplatz Breiten im Kastanienbaum. Sie besuchen die Ostersportwoche der Stadt Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
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Auch Jano und Lisa mögen Pony. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Jano striegelt während Lisa auf das Pony Acht gibt. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Magda, Livia und Lisa (von links). (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Nora, Livia und Jano (von links). (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Timo und Livia beim Pony striegeln auf dem Reitplatz Breiten im Kastanienbaum. Sie besuchen die Ostersportwoche der Stadt Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Anna Wyss (6) ist beim Abschlussspiel in der Turnhalle Geissmatt ausgeschieden und soll jetzt Springseil hüpfen. Unter der Leitung von Melina Ragonesi absolviert sie einen spielerischen «Mut-tut-gut»-Parcours. Da gibt es Matten, auf denen die Kinder turnen können, Ringe, Trampolin, Böckli, Barren. «Ich mag die Ringe am liebsten», erzählt Anna. Sie war schon in der Herbstsportwoche im Geräteturnen und will auch diesen Herbst wiederkommen.

1582 Kinder machen mit

«Unser wichtigstes Ziel ist es, dass die Kinder sich bewegen. Wenn sie noch so jung sind, geht es mehr um das Spielerische», erklärt Melina Ragonesi. Im Nachmittagskurs ist das Altersspektrum der Kinder recht gross, denn die Stadt hat die freien Kursplätze für unbegleitete minderjährige Asylsuchende freigegeben. «Das Älteste ist 15 Jahre alt, das Jüngste 6. Aber das geht gut, die Kinder machen das toll», freut sich die Leiterin.

Im Ponyplausch auf dem Reitplatz Oberbreiten in Kastanienbaum geht es ruhiger zu und her. «Als Erstes lernen die Kinder, wie wir mit den Ponys umgehen. Ponys sind Fluchttiere, deshalb darf um die Tiere nicht geschrien oder gerannt werden», erklärt Yvonne Eggermann von der Kinderreitschule Rössli Hü.

«Der Ponyplausch ist einer der beliebtesten Kurse. Ausserdem verzeichnet auch Kochen oder neu Bouldern viele Anmeldungen», sagt Lisa Meier, Leiterin des Ressorts Freizeitangebote der Stadt. «Dieses Jahr hatten wir 1582 Anmeldungen, rund 300 mehr als letztes Jahr. Die Zahlen sind immer abhängig vom Wetter, vom Zeitpunkt der Ostern und von den Jahrgängen der Kinder.»

Dank Subventionen erschwinglich

Ruhig stehen je fünf Kinder um die Ponys Foxy und Pepper, die sich in aller Ruhe putzen und striegeln lassen. Danach setzen die Kinder den Helm auf und los gehts: Ein Kind führt das Pony, während ein anderes Kind reitet. So geht es reihum. Glückliche Kindergesichter. Jascha Jäger (8) hat schon einen anderen Ponykurs besucht. «Mir gefällt das Rauf und Runter beim Reiten. Ich kann sogar freihändig reiten», erzählt er stolz. Magda Scherrer (7) macht zum ersten Mal einen Ponykurs. «Das Auskratzen der Hufe finde ich schon ein bisschen gfürchig. Aber sonst habe ich keine Angst, auch nicht, wenn ich das Pony führe», berichtet sie. Dass der Kurs so beliebt ist, wundert Yvonne Eggermann nicht: «Durch die Subvention der Stadt können so alle Kinder für nur 30 Franken einen Schnupperkurs machen. Das macht es für viele erschwinglich.»

Natalie Ehrenzweig

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