LUZERN: Beratungscontainer im Ibach wieder geöffnet

Der Beratungscontainer für Sexarbeiterinnen auf dem Strassenstrich in Ibach ist wieder offen. Dieser war nach dem gewaltsamen Tod einer Prostituierten für zwei Monate geschlossen. Das Sicherheitskonzept ist inzwischen überarbeitet worden.

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Der Strassenstrich im Ibach. (Archivbild Dominik Wunderli / Neue LZ)

Der Strassenstrich im Ibach. (Archivbild Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die Mitarbeiterinnen von «hotspot» hätten ihre Beratungstätigkeit wieder aufgenommen, teilt der Verein für die Interessen der Sexarbeiterinnen (Lisa) am Freitag mit. Das Sicherheitskonzept für die Arbeit im und um den Container sei in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachpersonen angepasst worden. Infrastruktur und Abläufe seien optimiert worden — im Dienste der Mitarbeiterinnen sowie der Sexarbeiterinnen auf der Strasse, heisst es weiter. Die Details zum Sicherheitskonzept will man nicht bekannt geben.

Zur vorläufigen Schliessung hatte sich der Vorstand des Trägervereins Lisa im Oktober entschieden, nachdem es zu einem Tötungsdelikt an einer Prostituierten gekommen war und Beraterinnen bedroht wurden. Der Vorstand könne nun wieder verantworten, das Projekt dank verstärkter Sicherheitsvorkehrungen mindestens für die Pilotphase bis Juni 2015 weiterzuführen. Der weitere Betrieb darüber hinaus sei finanziell derzeit noch nicht gesichert.

pd/uus/sda