LUZERN: Beratungsstelle für Sans-Papiers bleibt bestehen

Die Kontakt- und Beratungsstelle für Sans-Papiers Luzern beendet die dreijährige Pilotphase und führt ihre Beratungstätigkeit weiter. Bereits im Herbst wird die Beratungsstelle neue Räumlichkeiten beziehen können.

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Die Beratungsstelle für Sans-Papiers wird in Luzern weitergeführt. (Symbolbild Neue LZ)

Die Beratungsstelle für Sans-Papiers wird in Luzern weitergeführt. (Symbolbild Neue LZ)

Im dritten und letzten Jahr der Pilotphase der Kontakt- und Beratungsstelle für Sans-Papiers Luzern liess der Vorstand des Trägervereins von Interface-Politikstudien die Tätigkeit der Beratungsstelle ausführlich evaluieren. Es ging dabei um die Leistungen und die Organisation der Stelle und um deren Akzeptanz bei anderen Institutionen. «Das Ergebnis der Evaluation kann sich sehen lassen», freut sich Nicola Neider Ammann, die Präsidentin des Vereins. «Die Kontakt und Beratungsstelle ist der Evaluation zufolge nicht nur breit akzeptiert, sondern ihr wird auch ein grosser Nutzen zugeschrieben.» Der Bedarf an der Stelle zeige sich deutlich an der hohen Beratungsfrequenz seit der Eröffnung im Januar 2012.

Ratsuchende aus der ganzen Zentralschweiz

Alleine in den sieben Monaten der Evaluationsphase fanden 294 Beratungsgespräche mit Menschen aus insgesamt 33 verschiedenen Ländern statt. Die Tendenz ist steigend. Die Ratsuchenden kommen aus der ganzen Zentralschweiz nach Luzern. Neben der Frage des rechtlichen Status ist die Sorge um die Kinder einer der wichtigsten Aspekte in der Beratung.

Beratung geht in Dauerbetrieb über

In der Evaluation gibt Interface mehrere Empfehlungen ab: Aufgrund der positiven Wirkung soll die Stelle nach der Pilotphase weitergeführt werden. Dies jedoch in neuen Räumlichkeiten und mit personeller Verstärkung insbesondere im juristischen Bereich. Der Vorstand hat mit der Umsetzung einiger Empfehlungen bereits begonnen: So wird die Beratungsstelle im Herbst neue Räume im Pfarreizentrum St. Anton an der Langensandstrasse beziehen können. Zusätzlich wird an der Mitgliederversammlung vom 26. Juni die Rechtsanwältin Luzia Vetterli neu in den Vorstand gewählt. Felix Kuhn vom Luzerner tritt aus dem Vorstand zurück.

pd/shä