LUZERN / BERN: Standesinitiative gegen Gewalt abgelehnt

Der Ständerat hat am Dienstag eine Standesinitiative des Kantons Luzern abgelehnt, die ein Verbot von gewaltverherrlichenden Computerspielen und Kampfveranstaltungen forderte. Die Initiative geht nun an den Nationalrat.

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Ein Jugendlicher beim Computerspiel. (Bild Corinne Glanzmann)

Ein Jugendlicher beim Computerspiel. (Bild Corinne Glanzmann)

Seit der Einreichung der Standesinitiative 2011 sei bereits einiges unternommen worden, sagte Géraldine Savary (SP/VD) im Namen der Kommission. Insbesondere habe das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) zwei Teilberichte vorgelegt, die im Rahmen des nationalen Programms «Jugend und Medien» erstellt wurden.

Die definitiven Resultate sollen im Sommer 2015 vorliegen, wie Savary sagte. Falls sich zeige, dass Handlungsbedarf bestehe, könnten dann Massnahmen getroffen werden. Der Ständerat folgte der Argumentation seiner Kommission und lehnte den Vorstoss stillschweigend ab.

Die Initiative will nicht nur gewaltverherrlichende Computerspiele verbieten, sondern auch Kampfveranstaltungen wie «Mixed Martial Arts» oder «Ultimate Fighting». Diese umstrittenen Sportarten unterscheiden sich vor allem durch den Vollkontakt von anderen Kampfsportarten.

Zudem kann auch dann noch auf den Gegner eingeschlagen werden, wenn er am Boden liegt. Das Ethos und Wertesystem, das östliche Kampfsportarten hätten, fehlten, schrieb der Luzerner Regierungsrat in seiner Botschaft.

sda