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LUZERN: Berufslehre erreicht neue Rekordwerte

Im Kanton Luzern haben noch nie so viele junge Menschen eine Lehre gestartet wie diesen Sommer. Insgesamt entschieden sich 4989 Jugendlichen für diesen Bildungsweg. Rund 20 Prozent aller Lehrverträge wurden erst in den letzten drei Monaten abgeschlossen.
Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern ist die kaufmännische Ausbildung am beliebtesten. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern ist die kaufmännische Ausbildung am beliebtesten. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Seit 2013 war die Summe der unterzeichneten Lehrverträge jeweils über 4900. Dieses Jahr wurde mit 4989 neu abgeschlossenen Lehrverträgen ein neuer Höchststand erreicht, teilte die Dienststelle Berufs- und Weiterbildung des Kantons Luzern am Donnerstag mit.

Von den 4989 Jugendlichen, die einen Lehrvertrag abschliessen konnten, starteten 4451 Jugendliche ihre Lehre mit dem Ziel, das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) zu erlangen. Eine zweijährige Lehre mit Eidgenössischem Berufsattest (EBA) begannen 538 Jugendliche.

620 Jugendliche besuchen ein Brückenangebot, 93 Jugendliche nutzen die Möglichkeit, nach ihrem diesjährigen EBA-Abschluss direkt in eine EFZ-Ausbildung zu starten. Die zweijährige Lehre etabliere sich damit als Bildungsweg für schulisch schwächere Jugendliche, heisst es.

Im Kanton Luzern bieten insgesamt 4854 Betriebe Ausbildungsplätze in 198 verschiedenen Berufen an. Es bestehe ein Überangebot an Lehrstellen, heisst es. 533 Lehrstellen konnten nicht besetzt werden – 36 mehr als im Vorjahr.

Die meisten Frauen wählten die Ausbildung zur Kaufmännischen Angestellten. Zu den Top 5 der meist gewählten Lehrberufe gehören weiter die Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit, Detailhandelsfachfrau, Fachfrau Betreuung und Detailhandelsassistentin. Die Männer lassen sich am häufigsten zum Kaufmännischen Angestellten, Elektroinstallateur, Logistiker, Landwirt und Detailhandelsfachmann ausbilden.

Rund 1000 Lehrverträge sind noch während den letzten drei Monaten abgeschlossen worden. Das sind 20 Prozent aller Lehrverträge. Der Trend zum "Last-Minute-Lehrvertrag" verstärke sich damit und stelle die Berufsschulen und Überbetrieblichen Kurszentren vor beachtliche organisatorische und logistische Herausforderungen, heisst es weiter.

zimsda

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