LUZERN: Betagte bleiben im Schnitt keine 2 Jahre im Heim

Ende 2014 lebten in den Alters - und Pflegeheimen im Kanton Luzern knapp 4800 Personen. Das Alter bei Eintritt lag im Schnitt bei 82,3 Jahren, die Aufenthaltsdauer bei durchschnittlich 1,9 Jahren .

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Ende 2014 lebten knapp 4800 Personen in den Alters- und Pflegeheimen im Kanton Luzern (Bild: Keystone / Thomas Kienzle)

Ende 2014 lebten knapp 4800 Personen in den Alters- und Pflegeheimen im Kanton Luzern (Bild: Keystone / Thomas Kienzle)

In den 63 Alters - und Pflegeheimen sowie in den Klöstern im Kanton Luzern standen Anfang 2014 gemäss der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen 4902 Plätze für Pflege und Betreuung zur Verfügung (2013: 4901). Ende Jahr lebten in diesen Institutionen 4771 Bewohnerinnen und Bewohner, wie Lustat Statistik Luzern am Dienstag mitteilte. Die mittlere Auslastung lag in den letzten neun Jahren zwischen 96 und 98 Prozent.

Betagte Menschen leben länger zu Hause

Seit 2006 ist der Anteil der Über-64-Jährigen im Kanton Luzern um rund 20 Prozent gewachsen. In den Luzerner Alters- und Pflegeheimen ist die Bewohnerzahl im gleichen Zeitraum deutlich schwächer gestiegen (+ 4 Prozent). Das bedeutet, dass die Luzerner Betagten heute länger eigenständig oder mit Betreuung zu Hause leben als noch vor neun Jahren.

Ende 2014 wohnten 28 Prozent der 85- bis 94-jährigen Luzernerinnen und Luzerner in einem Alters - oder Pflegeheim; von den Über-94-Jährigen waren es 62 Prozent. Rund 70 Prozent der Personen in diesen Heimen waren Frauen.

Heimaustritte sind gesunken

Im Jahr 2014 wurden im Kanton Luzern mit insgesamt 2548 Eintritten in ein Alters - und Pflegeheim weniger Eintritte gezählt als im Vorjahr (2695). Die Betagten gingen im Durchschnitt mit 82,3 Jahren ins Heim. Auch die Zahl der Heimaustritte ging gegenüber zum Vorjahr zurück (-8 Prozent). Knapp jede dritte der 731 austretenden Personen kehrte wieder nach Hause zurück, meist nach einem Kurzzeitaufenthalt. 1384 Personen verstarben im Heim .

Betagte bleiben im Schnitt 1,9 Jahre im Heim Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei Austritt lag 2014 im Kanton Luzern zum vierten Mal in Folge unter 2 Jahren und entspricht dem Zentralschweizer Durchschnittswert von 1,9 Jahren. Bis ins Jahr 2011 haben die Kurzzeitaufenthalte in den Luzerner Alters - und Pflegeheimen zugenommen, was die durchschnittliche Aufenthaltsdauer tendenziell verkürzte. Seither haben sich der Anteil der Kurzaufenthalte und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stabilisiert.

pd/zim

Pflegeleistungen nehmen zu

pd/zim. Im Jahr 2014 wohnten im Kanton Luzern 7 Prozent der 65-jährigen und älteren Bevölkerung in einem Alters- und Pflegeheim, bei der über-84-jährigen Bevölkerung waren es 30 Prozent. Zu Hause nahmen 10 Prozent der Luzernerinnen und Luzerner ab 65 Jahren Hilfe und Pflege von Spitex-Organisationen oder von selbst ändigen Pflegefachpersonen in Anspruch, bei den über-84-jährigen Personen waren es 28 Prozent. Aufgrund des demografischen Wandels wird die Zahl der älteren Menschen zukünftig zunehmen, wie Lustat Statistik Luzern am Dienstag mitteilte.

Wachsendes Leistungsvolumen der Spitex-Anbieter

In der stationären Pflege sind sowohl das Angebot als auch die Nachfrage annähernd stabil. Seit 2011 hat sich das Leistungsvolumen um gut 1 Prozent auf rund 1,71 Millionen fakturierte Tage erhöht. Die Luzerner Spitex-Organisationen und selbständigen Pflegefachpersonen haben im Jahr 2014 knapp 450'000 Pflegestunden erbracht, 31 Prozent mehr als im Jahr 2011.

Die Anzahl Pflegestunden für eine Klientin oder einen Klienten in der ambulanten Pflege hat zwischen 2011 und 2014 von 55,2 auf 65,8 Stunden zugenommen. Auch bei den Alters- und Pflegeheimen ist eine Zunahme des Pflegeaufwands bei den Bewohnerinnen und Bewohnern festzustellen.