LUZERN: Betrügerinnen zocken Rentnerin ab

Eine 82-jährige Frau ist auf den sogenannten Enkeltrick hereingefallen. Die Polizei konnte Schlimmeres verhindern.

Pd/Rem
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Zuerst beobachten, dann telefonieren: So gehen Trickbetrüger vor. (Bild: Karikatur Jals)

Zuerst beobachten, dann telefonieren: So gehen Trickbetrüger vor. (Bild: Karikatur Jals)

Die Luzerner Polizei ist am vergangenen Freitag kurz vor 11.30 Uhr informiert worden, dass sich eine Frau bei einer 82-jährigen Rentnerin telefonisch gemeldet hat. Dabei gab sie an, für eine bevorstehende Operation 100'000 Franken zu benötigen.

Die Polizei kam der Geldübergabe zuvor und konnte in der Wohnung des Opfers eine 30-jährige Österreicherin festnehmen. Abklärungen der Polizei ergaben, dass die Frau und ihre Begleiterin bereits rund einen Monat zuvor 90'000 Franken von der Rentnerin erhalten hatte. Diesen Betrag hat die Betrügerin gemäss eigenen Aussagen in Casinos verspielt.

Die Tipps der Polizei

  • Seien Sie immer misstrauisch, wenn Sie einen angeblichen Verwandten oder Bekannten am Telefon nicht sofort erkennen. Stellen Sie ihm Fragen, die nur echte Familienmitglieder richtig beantworten können.
  • Nennen Sie niemals Namen Ihrer Verwandten am Telefon. Sagen Sie bei angeblichen Notfällen, Sie müssten erst Rücksprache halten und legen Sie einfach den Hörer auf. Dann wählen Sie eine Ihnen vertraute Nummer Ihrer Familie und überprüfen die Informationen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte! Wenn Sie einem Verwandten etwas schenken sollen, dann tun Sie das immer persönlich.
  • Geben Sie niemandem Auskünfte über Ihr Vermögen im Haus oder auf der Bank.
  • Wenn Ihnen ein Anrufer verdächtig vorkommt, informieren Sie sofort die Polizei (Notruf 117)