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LUZERN: Bezahlbarer Wohnraum: Kritik an Business-Apartments

Laut der SP sorgen die möblierten Wohnungen für steigende Preise. Die Stadt sieht keinen Handlungsbedarf.

Das Angebot von Business-Apartments sorgt für Gesprächsstoff. Nicht nur die Hotellerie hat das Apartment-Geschäft für sich entdeckt. Auch Private vermieten komplett möblierte Wohnungen temporär an Geschäftsleute.

Diese «überteuerten Wohnungen gehen auf Kosten von bezahlbarem Wohnraum», kritisiert die SP/Juso-Fraktion des Grossen Stadtrats Luzern. Im Namen der Fraktion haben deshalb Mario Stübi und Luzia Vetterli beim Stadtrat eine Interpellation eingereicht. Unter anderem wollten sie wissen, wie hoch der prozentuale Anteil von Business- Apartments, gemessen am gesamten Luzerner Wohnungsmarkt, ist.

Nun liegt die Antwort des Stadtrats vor. Er betont, dass Luzern als Wirtschaftsstandort auch Interesse an diesen Angeboten hat. Weiter ist der Antwort zu entnehmen, dass die Stadt zum Thema letzten Oktober eine Recherche gemacht habe. Das Resultat zeigte, dass der Anteil der Business-Apartments rund 0,5 Prozent des städtischen Wohnungsangebots ausmacht. Und damit bestehe keine Konkurrenz zu gemeinnützigen Wohnungen.

Stadt erfasst nicht alle Apartments

Exakte Zahlen gibt es jedoch nicht. Business-Apartments werden von der Stadt nämlich nicht als solche erfasst. Lediglich der Einwohnerdienst führt solche in der Rubrik «Zweitwohnung» auf. Diese Objekte werden in zwei Gruppen unterteilt: in touristische, wenn die Mieter Ferien machen, und in nicht touristische Zweitwohnungen, wenn die Mieter aus beruflichen Gründen in der Stadt Luzern weilen. Aktuell seien 140 touristische und 151 nicht touristische Zweitwohnungen gemeldet. Diese Zahlen seien jedoch mit Vorsicht zu geniessen, schreibt der Stadtrat. Denn erfasst sind nur Objekte mit einer Mietdauer von unter drei Monaten. Ab drei Monaten gilt ein Objekt als «normale» Wohnung. Zudem müssen diese im Besitz von Privaten oder Firmen sein, die ihren Sitz ausserhalb der Stadt haben.

Die SP/Juso-Fraktion wollte weiter wissen, wie die Stadt damit umgeht, dass mit Business- Apartments auch missbräuch­liche Renditen erzielt würden. Der Stadtrat schreibt, er könne nicht beurteilen, ob tatsächlich missbräuchliche Renditen erzielt würden. Doch er hält fest, dass das Anbieten als Business-Apartments rechtlich zulässig sei.

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

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