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LUZERN: Biker wollen im Wald auch auf unbefestigten Wegen fahren dürfen

Für die Wälder in der Region Luzern hat die Regierung erstmals einen Entwicklungsplan verabschiedet. Dieser weist auch auf Nutzungskonflikte hin. So wollen Biker und Reiter künftig auch unbefestigte Pfade nutzen dürfen.
Wald im Herbstkleid bei Horw. (Archivbild Manuela Jans-Koch)

Wald im Herbstkleid bei Horw. (Archivbild Manuela Jans-Koch)

Der am Dienstag publizierte Waldentwicklungsplan Region Luzern wurde für die rund 8'600 Hektaren umfassenden Wälder zwischen Rigi, Wolhusen und Eschenbach erlassen. Die unter Mitwirkung der Bevölkerung, der Waldeigentümer und von Verbänden entstandenen Ziele und Vorgaben sind für kantonale und kommunale Behörden verbindlich.

Der Plan zeigt auf, was den Wald auszeichnet, was die Herausforderungen für die Nutzung sind und wie der Wald seine Funktionen auch künftig erfüllen kann. Er enthält zudem eine Bestandsaufnahme.

Die heutige Waldfläche ist zum grösseren Teil (57 Prozent) in Privatbesitz. Ein Drittel der Waldfläche dient dem Hochwasserschutz. Ein Viertel gilt als besonderer Wildlebensraum. In den Wäldern könnten jährlich nachhaltig rund 70'000 Kubikmeter Holz geerntet werden. Genutzt werden aktuell zwischen 40'000 und 70'000 Kubikmeter.

Insgesamt gesund

Insgesamt wirkten die Mischwälder aus Nadel- und Laubbäumen in der Region Luzern vital, heisst es in dem Bericht. Noch immer seien aber zu viele reine Nadelholzbestände vorhanden. In einzelnen Gebieten würden zudem Weisstannen so stark von Wildtieren verbissen, dass der Baum gegenüber andern Arten im Wachstum zurück bleibe und verdrängt werde.

Eine wichtige Bedeutung hat der Wald in der Region mit grösseren Ausflugszielen wie der Rigi, dem Pilatus und dem Eigenthal laut dem Entwicklungsplan auch als Erholungsgebiet. Die Wälder in Luzern und den umliegenden Agglomerationsgemeinden würden rege benutzt von Spaziergängern, Hundebesitzern, Reitern und Bikern.

Wie der Kanton mitteilt, sei in der öffentlichen Mitwirkung gefordert worden, dass Biker und Reiter künftig auch auf kleinen, unbefestigten Waldpfaden unterwegs sein dürfen. Laut kantonalem Waldgesetz müssen Radfahrer derzeit Waldwege nutzen, die mindestens einen Kiesbelag aufweisen. Die Behörden wollen unter Berücksichtigung aller Bedürfnisse nun Lösungen erarbeiten. Für Wildtiere sollen dabei genügend störungsarme Lebensräume sichergestellt werden.

Im Kanton Luzern wurde der Wald in vier Planungsregionen aufgeteilt. Der Entwicklungsplan für die Region Luzern ist der letzte, den der Regierungsrat erlassen hat. Für die Region Entlebuch gilt bereits seit 2006 ein solcher Plan, für Willisau seit 2012 und für die Region Sursee-Hochdorf seit 2013.

Hinweis: Zum Waldentwicklungsplan Region Luzern »

rem/sda

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