LUZERN: Blaulicht-Organisationen rüsten auf

Trotz Blaulicht und Sirene werden Einsatzwagen im Verkehr oft zu spät bemerkt. Das kann zu Unfällen mit Verletzten führen. Jetzt reagieren die Notfall-Dienste.

Daniel Schriber
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Trotz Blaulicht und Sirene bleiben auch die Rettungsfahrzeuge des Luzerner Kantonsspitals oftmals unbemerkt. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Trotz Blaulicht und Sirene bleiben auch die Rettungsfahrzeuge des Luzerner Kantonsspitals oftmals unbemerkt. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Feuerwehrleute, Sanitäter und Polizisten haben eines gemeinsam: Im Notfall müssen sie schnell zur Stelle sein. Allerdings werden die Einsatzfahrten offenbar immer gefährlicher. «Im dichten Verkehr sind dringende Einsatzfahrten mit Blaulicht und Wechselklanghorn trotz aller Schulung ein heikles Unterfangen», sagt Theo Honermann, Kommandant der Luzerner Feuerwehr. «Besonders bei starkem Verkehrsaufkommen kommt es immer wieder zu heiklen Situationen.» Hauptgrund dafür seien Autofahrer, welche die herannahende Feuerwehr zu spät oder gar nicht bemerken würden – «etwa weil zu laute Musik gehört wird», so Honermann. Aus diesem Grund sei es auf Einsatzfahrten auch schon zu Unfällen zwischen der Feuerwehr und anderen Verkehrsteilnehmern gekommen. Ähnliche Erfahrungen machen auch die Luzerner Polizei sowie die Einsatzkräfte des Luzerner Kantonsspitals (LUKS).

Feuerwehrverband wird aktiv

Der Schweizerische Feuerwehrverband fordert nun Abhilfe. Der Verband hat das Bundesamt für Strassen (Astra) in einem Brief auf die bestehenden Probleme aufmerksam gemacht. Der Verband fordert den Bund dazu auf, die Vorschriften bezüglich der technischen Ausrüstung ihrer Fahrzeuge zu lockern. So sollen künftig etwa auf den Dächern und am Heck der Wagen blinkende Warntafeln angebracht werden. Sirenen mit wechselnden Ton-Frequenzen, wie man sie etwa aus den USA kennt, sind im Moment jedoch kein Thema.

Die Luzerner Feuerwehr hat bereits Anfang Jahr auf die aktuelle Situation reagiert. Zwei neu angeschaffte Tanklöschfahrzeuge sowie vier Pikett-Offizier-Fahrzeuge wurden mit neuen LED-Blaulichtern ausgerüstet. Auch das Spital ist daran, die bestehende Einsatzflotte technisch nachzurüsten, um die Sicherheit im Einsatz zu erhöhen.

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