Luzern bleibt Hauptstandort des MAZ

Der Stiftungsrat der Schweizer Journalistenschule MAZ hat entschieden: Das MAZ bleibt in Luzern, erwägt aber, im Aargau und in Basel künftig Teilangebote zu realisieren.

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Das MAZ (im Bild Direktorin Sylvia Egli) wird seinen Hauptstandort weiterhin in Luzern haben. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Das MAZ (im Bild Direktorin Sylvia Egli) wird seinen Hauptstandort weiterhin in Luzern haben. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Das MAZ fühlte sich vom Kanton Luzern brüskiert. Im März dieses Jahres hatte der Kantonsrat den Betriebsbeitrag von 50'000 Franken aus Spargründen aus dem Budget 2012 gestrichen.

Dieser Sparbeschluss sorgte für Aufsehen in der MAZ-Führung. Auch, weil der Kanton Luzern Gründungskanton der Journalistenschule und im Stiftungsrat vertreten ist. Das MAZ hatte deshalb das Gefühl, dass Luzern nicht mehr richtig zur Institution stehe. Es dachte über einen Wegzug nach.

Nun aber habe das Bildungs- und Kulturdepartement des Kantons Luzern Wege aufgezeigt, wie der Ausfall der jährlichen Pauschalentschädigung für die Dauer des kantonalen Entlastungsprogramms unter anderem durch Leistungsaufträge teilkompensiert werden könne, teilte das MAZ am Donnerstag mit.

Zudem hätten sich die Stadt Luzern sowie zahlreiche Institutionen und Persönlichkeiten für den Verbleib der Journalistenschule in Luzern eingesetzt, heisst es weiter. Auch Studierende beurteilten Infrastruktur, Umfeld und Erreichbarkeit in Luzern positiv.

Im Zusammenhang mit den Wegzugsüberlegungen traf das MAZ in den letzten Wochen «intensivere Abklärungen» mit Vertretungen von Basel und Aargau. Im Vordergrund stand die Zusammenarbeit mit Hochschulinstitutionen, die «bis zur Verwirklichung eines externen Teilstandorts des MAZ gedeihen kann», heisst es in der Mitteilung.

sda