LUZERN: Bootssteg beim KKL gibt zu reden

Der zehn Jahre alte provisorische Bootssteg vor der KKL-Seebar hält sich hartnäckig. Ein Störfaktor an einem «städtbaulich sensiblen Ort»?

Christian Hodel
Drucken
Teilen
Kein schöner Anblick: Der provisorische Bootssteg  vor dem KKL Luzern. (Bild Boris Bürgisser)

Kein schöner Anblick: Der provisorische Bootssteg vor dem KKL Luzern. (Bild Boris Bürgisser)

Glanz und Glamour am Lucerne Festival vor dem Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) – und nur wenige Meter daneben ein zehn Jahre alter Bootssteg aus Fichtenholz, der nicht recht ins Bild passen will. Kein Wunder, war der 2004 vom Militär erstellte KKL-Schiffsteg/Militärsteg nur als «zeitlich beschränktes Provisorium für maximal fünf Jahre» gedacht. Das schrieb der Stadtrat damals.

Doch der Steg steht noch immer. Und nun hat die Stadt die Konzession für weitere fünf Jahre verlängert – schon zum zweiten Mal. Stadtarchitekt Jürg Rehsteiner sagt dazu: «Solange der Steg seinen Zweck erfüllt, drängt sich keine neue Lösung auf.» Nötig wurde der Holzsteg, weil die Stadt 2003 das alte Bootshaus des Seeclubs beim KKL abriss. Dort wurde danach die provisorische Anlegestation errichtet.

Beim Bau des Stegs regte sich politischer Widerstand gegen den Bau. Der Platz rund ums KKL sei «ein städtebaulicher sensibler Ort», äusserten Parlamentarier diverser Parteien damals. Die seit langem geplante Aufwertung des gesamten linken Seeufers hat beim Stadtrat zurzeit allerdings keine hohe Priorität.