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LUZERN: Brandstifter soll 3,3 Millionen Franken zahlen

Ein Ex-Feuerwehrmann hat in der Region 17 Brände gelegt. Jetzt hat ihn das Kriminalgericht verurteilt – zu 9,5 Jahren Freiheitsstrafe.
Lena Berger
Der Brandstifter war ehemals bei der Feuerwehr. (Symbolbild Neue NZ)

Der Brandstifter war ehemals bei der Feuerwehr. (Symbolbild Neue NZ)

Ein heute 58-jähriger Mann hat mehrere Jahre als Brandstifter gewütet – meist im Auftrag von Familienmitgliedern seiner damaligen Frau. Sie wollten Geld von den Versicherungen kassieren und versprachen ihm dafür einen Anteil. Insgesamt 17 Brände legte der ehemalige Feuerwehrmann, vorwiegend auf Stadtgebiet. Neben seiner Tätigkeit als Brandstifter beging der Familienvater mit verschiedenen Komplizen 310 Einbruchdiebstähle.

Brandstiftung, Betrug, Diebstahl

Nun hat das Luzerner Kriminalgericht den Mann unter anderem wegen mehrfacher Brandstiftung, mehrfachem Betrug sowie gewerbs- und bandenmässigem Diebstahl verurteilt. Gemäss dem Urteilsdispositiv wird die verhängte Freiheitsstrafe von 9,5 Jahren zu Gunsten einer stationären Therapie aufgeschoben. Wie sein Verteidiger an der Verhandlung ausgeführt hatte, leidet der Mann an einer dependenten Persönlichkeitsstörung. Das Kriminalgericht anerkannte eine leicht verminderte Schuldfähigkeit.

Für den angerichteten Schaden muss der Mann dennoch gerade stehen: Er wird vom Gericht verpflichtet, gemeinsam mit seinen Komplizen, die anerkannten Zivilforderungen in der Höhe von rund 3,3 Millionen Franken sowie Schadensersatz in der Höhe von 175 000 Franken zu bezahlen.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe vom 13 Jahren gefordert, die Verteidigung hielt 8 Jahre für angemessen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ob die Staatsanwaltschaft oder die Verteidigung in Berufung gehen, war gestern nicht zu erfahren.

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