LUZERN: Bürokratie plagt die Pflegeheime

Die neue Pflegefinanzierung sorgt bei den Heimen für grossen administrativen Aufwand. Vor allem grenznahe Gemeinden leiden.

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Regierungspräsident Guido Graf trifft im Alters- und Pflegezentrum Reiden auf seine Taufpatin Bertha Köpfli (84) und deren Mann Josef Köpfli (91). (Bild Nadia Schärli)

Regierungspräsident Guido Graf trifft im Alters- und Pflegezentrum Reiden auf seine Taufpatin Bertha Köpfli (84) und deren Mann Josef Köpfli (91). (Bild Nadia Schärli)

lm. Die Bewohner des regionalen Alters- und Pflegezentrums Feldheim in Reiden hatten gestern hohen Besuch: Die Gesamtregierung stattete dem Heim einen Besuch ab.

Heimleiter Urs Brunner nutzte die Gelegenheit, um auf die Sorgen der Heime hinzuweisen. «Mit der neuen Pflegefinanzierung ist der bürokratische Aufwand enorm gestiegen. Die Tendenz geht immer mehr weg von der Pflege der Patienten», sagt Urs Brunner. «Das neue System ist sehr auf Kontrolle ausgerichtet und zieht die Pflegenden weg von den Bewohnern», bestätigt die Co-Pflegedienstleiterin Dora Wyss.

Graf kennt die Probleme

Felix Lienert, Geschäftsführer der Altersheimleiterkonferenz LAK Curaviva, bestätigt die zunehmende Bürokratisierung in den Heimen. Die Dokumentation und die Rechnungsstellung würden komplexer: «Besonders Heime in Grenzregionen wie Reiden haben einen besonderen Mehraufwand.» Dies, da auch ausserkantonale Bewohner betreut würden, die jeweiligen Kantone – wie im Fall Reidens der Aargau – aber nicht dieselben Abgeltungsregeln kennen wie der Kanton Luzern. Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf kennt die Probleme. «Zumindest haben wir erwirken können, dass der Kanton weiter drei Einstufungssysteme erlaubt und nicht eines fix verordnet, wie andere Kantone dies taten», sagt er.

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