LUZERN: Bund überprüft Modellhelikopter

Ein Modellhelikopter hat einen Mann tödlich verletzt. Der Bund prüft jetzt eine schärfere Bewilligungspflicht. Derweil machen auch Fluglärmgegner mobil.

Red
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Ein solcher Modellhelikopter des Typs Gaui Formula X7 hat einen Nidwaldner getötet. Das Modell ist nicht bewilligungspflichtig. (Bild: PD)

Ein solcher Modellhelikopter des Typs Gaui Formula X7 hat einen Nidwaldner getötet. Das Modell ist nicht bewilligungspflichtig. (Bild: PD)

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) überprüft, ob die Sicherheitsbestimmungen für Modellflugzeuge und -helikopter noch genügen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe der Europäischen Agentur für Flugsicherheit. Denkbar ist laut einem Sprecher des Bazl, dass die Bewilligungspflicht für Flugmodelle ausgedehnt werde. Der Grund für die Überprüfung liegt laut dem Bazl darin, dass Modellflugzeuge und -helikopter leistungsfähiger werden.

Ein 2,3 Kilo schwerer Modellhelikopter hatte einen Nidwaldner am Mittwoch das Leben gekostet. Die Rotorblätter verletzten ihn tödlich. Der Modellheli war nicht bewilligungspflichtig. Erst ab 30 Kilogramm braucht es eine Haftpflichtversicherung.

Derweil bringen sich auch die Fluglärmgegner in Stellung. Urs Bernhardsgrütter, alt Nationalrat der Grünen und Interimspräsident des Schweizerischen Schutzverbands gegen Flugemissionen, sagte in der «NZZ am Sonntag»: «Die Schutzverbände haben sich wegen des Fluglärms schon mehrfach mit der Modellfliegerei auseinandergesetzt. Der Sicherheitsaspekt kommt nun neu hinzu.» Konkret fordert er, «dass die inoffiziellen Modellflugplätze verboten gehören».

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen LZ und im E-Paper.