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LUZERN: Bundesplatz: Pro Velo zieht Einsprache zurück

Die Stadt kommt den Velofahrern bei der Umgestaltung des Kreisels entgegen. Die Arbeiten sollen nun im Frühling beginnen.
Die Situation rund um den Bundesplatz. (Bild: Grafik: Oliver Marx, Janina Noser)

Die Situation rund um den Bundesplatz. (Bild: Grafik: Oliver Marx, Janina Noser)

Christian Glaus

Es ist der komplexeste Verkehrsknoten in Luzern: Ein teilweise zweispuriger Kreisel, Velo- und Fussgängerstreifen sowie mehrere Ein- und Ausfahrten in nächster Nähe machen den Bundesplatz für alle Verkehrsteilnehmer zur grossen Herausforderung. Im Sommer 2014 hat die Stadt Luzern den Bundesplatz umgestaltet, um die Sicherheit für die Fussgänger zu erhöhen. Doch seither rollt der Verkehr weniger flüssig. Die Ausfahrt aus dem Kreisel in die Bundesstrasse soll deshalb wieder zweispurig werden.

Doch dagegen hat Pro Velo Luzern Einsprache eingereicht. Die Organisation sorgte sich um die Sicherheit der Velofahrer, weil bei der Ausfahrt in die Bundesstrasse kein Velostreifen mehr vorgesehen war (Ausgabe vom 17. August). Nun hat sie die Einsprache zurückgezogen. «Die Stadt hat unser Hauptanliegen erfüllt. Somit war klar, dass wir die Einsprache zurückziehen», sagt Nico van der Heiden, Co-Präsident Pro Velo und SP-Fraktionschef im Stadtparlament.

Neu soll es neben beiden Fahrspuren einen Velostreifen geben (siehe Grafik). «Somit ist sowohl die Verbindung Zentralstrasse–Neustadtstrasse wie auch die Verbindung Zentralstrasse–Bundesstrasse auch in Zukunft sicher, und alle Verbindungen verfügen über einen durchgängigen Velostreifen», sagt van der Heiden. Gemäss Plänen der Stadt wird nach der Ausfahrt in die Bundesstrasse eine Mittelinsel für Fussgänger erstellt. Dahinter beginnen die Velostreifen. Zusätzlich gibts eine Trennmauer zwischen den Spuren. Die neue linke Fahrspur der Bundesstrasse ist ungefähr 50 Meter lang. Danach müssen die Autofahrer auf die rechte Fahrspur wechseln. Daniel Rudin, Bereichsleiter Mobilität der Stadt Luzern, ist zuversichtlich, dass der Verkehr flüssiger rollen wird. «Mit der heute einspurigen Ausfahrt müssen die Autofahrer bereits im Kreisel einfädeln, was dazu führt, dass dieser immer wieder blockiert wird. Dies können wir mit der zweispurigen Ausfahrt ändern.» Rudin rechnet damit, dass der Kanton das Projekt Anfang nächsten Jahres genehmigt. So könnten die Arbeiten im Frühling 2016 starten. Wie lange sie dauern und was sie kosten, ist noch unklar.

Schwierig für Autofahrer

Die Ausfahrt in die Bundesstrasse bleibt für die Autofahrer auch nach der Umgestaltung eine Herausforderung: Kaum aus dem Kreisel gefahren, müssen sie rechts einfädeln, während vor ihnen die nächste Kreuzung kommt. Rechts ist der Velostreifen. «Die Autofahrer müssen aufmerksam sein», bestätigt Rudin. «Wir versuchen aber immer, eine Lösung zu finden, die einfach zu befahren ist.» Für Velofahrer wird der Bundesplatz sicherer.

Klar ist: Auch die nun gefundene Lösung ist nur ein Flickwerk. Um die Verkehrsführung zu verbessern, müsste der Bundesplatz komplett umgestaltet werden, was sich auch die Stadt wünscht. Doch der Kanton, der dafür zuständig ist, plant den Neubau nicht vor 2030.

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