LUZERN: «Christlich» bleibt im Programm der CVP

Die Leitung der grössten Luzerner Partei nimmt den Begriff «christlich» wieder ins Programm auf. Das macht Sinn, sagt der Politologe.

Lukas Nussbaumer
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Parteipräsident Pirmin Jung mit der Identitätskarte der CVP des Kantons Luzern. (Bild: PD / Dave Avolio)

Parteipräsident Pirmin Jung mit der Identitätskarte der CVP des Kantons Luzern. (Bild: PD / Dave Avolio)

Die CVP setzt künftig wieder auf «christlich-ethische» Werte – und nicht bloss auf «ethische», wie dies die Parteileitung wollte. Die Spitze der Partei kommt damit einer Forderung nach, die viele Teilnehmer der Delegiertenversammlung von letzter Woche stellten. Parteipräsident Pirmin Jung begründet die Anpassung des Programms gegenüber unserer Zeitung damit, dass das Luzerner Programm auf jenem der CVP Schweiz basiere, in dem das Christliche umfassend abgehandelt werde. «So erachteten wir es nicht mehr als notwendig, den Begriff «christlich» auszuschreiben.»

«‹Christlich› macht die CVP aus»

Für den Luzerner Politologen Olivier Dolder ist das Erwähnen des Begriffs «christlich» entscheidend für die Identität der Partei. «Das Wort ‹christlich› macht die CVP aus und funktioniert wie eine Marke.» Hätte die CVP den Begriff gestrichen, würde sie wohl Stammwähler verlieren, glaubt Dolder. Ob die Partei mit dem Weglassen des umstrittenen Worts im Gegenzug neue Mitglieder gewinnen könnte? «Da bin ich sehr skeptisch», sagt Dolder.