LUZERN: CKW deklarierte zu hohe Stromkosten

Die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) hat für das Geschäftsjahr 2008/2009 in der Grundversorgung zu hohe Energiekosten deklariert und falsche Elektrizitätstarife berechnet. Zu diesem Schluss kommt die eidgenössische Elektrizitätskommission (ElCom).

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Strommasten der CKW. (Symbolbild Manuela Jans / Neue LZ)

Strommasten der CKW. (Symbolbild Manuela Jans / Neue LZ)

Die ElCom verlangt gemäss Teilverfügung vom 15. April 2013 eine Kürzung der anrechenbaren Energiekosten um rund 6 Prozent. Davon sollen Endverbraucher mit Grundversorgung profitieren. Die CKW müssen ungerechtfertigte Gewinne aus den überhöhten Tarifen durch eine Senkung kompensieren. Der Entscheid der ElCom ist noch nicht rechtskräftig.

Die CKW werde die Teilverfügung im Detail prüfen und anschliessend über das weitere Vorgehen entscheiden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Es kann gegen die Verfügung der Elcom innert 30 Tagen beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben.

Gemäss Verfügung wollte die CKW Projektierungs- und Planungskosten etwa von geplanten Anlagen für erneuerbare Energie den Endverbrauchen anlasten. Gemäss ElCom seien aber nur Kosten für bestehende Anlagen anrechenbar.

Die ElCom nahm nach Meldungen von Endverbrauchern die Netznutzungs- und Elektrizitätstarife der CKW genauer unter die Lupe. 2011 beanstandete die Kommission die anrechenbaren Kapitalkosten zur Berechnung der Netztarife im Geschäftsjahr 2008/2009 und verlangte eine Reduktion.

Die CKW reichte daraufhin Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein. Das Gericht hielt die Methode zur Ermittlung der Netzkosten im Grundsatz für zulässig. Die CKW löste nach dem Urteil Rückstellungen von 47 Mio. Franken auf. (sda)