LUZERN: CKW mit besserem Halbjahresergebnis

Die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) haben ihren Gewinn im ersten Halbjahr um 34,2 Mio. auf 123,4 Mio. Fr. gesteigert. Zurückzuführen ist das auf Einmaleffekte zurückzuführen.

sda
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Die CKW erzielte im ersten Halbjahr mehr Gewinn. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die CKW erzielte im ersten Halbjahr mehr Gewinn. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die CKW lösten eine happige Rückstellung - in der Höhe von 46 Mio. Fr. - im Zusammenhang mit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts auf. Nachdem die Eidgenössische Elektrizitätskommission (Elcom) eine Reduktion der Netztarife verlangt hatte, bestätigte das Bundesverwaltungsgericht im Januar die Bewertungsmethode zur Ermittlung der Netzkosten bei den CKW als zulässig.

Die CKW hatten diese Rückstellung im Vorjahr um 6 Mio. Fr. erhöht. Aufgrund dieses deutlich höheren Einmaleffekts schliesse das Segment Netze deshalb mit einem um 70,9 Mio. Fr. höheren Betriebsergebnis von 98,6 Mio. Fr. ab, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Tiefere Stromtarife und Martkpreise

Der Umsatz erreichte 539,3 Mio. Fr. und übertraf das Vorjahresergebnis um 41,3 Mio. Franken. Im Segment Energie sank der Umsatz jedoch gegenüber der Vorjahresperiode um 16,7 Mio. Franken also um 5,8 Prozent. Dieser Rückgang sei hauptsächlich auf tiefere Stromtarife und Marktpreise zurückzuführen, heisst es weiter.

Deswegen nahmen die CKW eine Rückstellung in der Höhe von 15,9 Mio. Fr. für den 2011 abgeschlossenen Strombeschaffungsvertrag vor. Dieser Vertrag soll Versorgungssicherheit bei Engpässen bieten. In der Summe weist das Segment Energie mit 33 Mio. Fr. ein um 50 Prozent tieferes Betriebsergebnis auf.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg markant um 42,3 Mio. auf 138 Mio. Franken. Das Unternehmensergebnis stieg auf 123,3 Mio. Franken, was einem Gewinn pro Aktie von 20,96 Franken entspricht.

Die CKW gehen für das Gesamtjahr weiterhin von sehr anspruchsvollen und schwer prognostizierbaren Rahmenbedingungen aus. Regulatorische Vorgaben und Entscheide könnten den Energiemarkt Schweiz und das Betriebsergebnis massgeblich beeinflussen, schreibt das Unternehmen, das mehrheitlich dem Energiekonzern Axpo gehört.