LUZERN: CKW scheitern mit ihren Solar-Plänen

Bis Ende Jahr wollten die CKW auf 71 Schulhausdächern Solaranlagen installieren. Doch nur gerade sechs Gemeinden machen mit.

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Auf dem Dach des Oberstufenschulhauses in Schüpfheim wurde kürzlich eine Solaranlage installiert. (Bild Dominik Wunderli)

Auf dem Dach des Oberstufenschulhauses in Schüpfheim wurde kürzlich eine Solaranlage installiert. (Bild Dominik Wunderli)

Es war ein hochgestecktes Ziel: Bis Ende 2014 soll in möglichst allen 71 Luzerner Gemeinden, welche die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) mit Strom versorgen, eine Solaranlage auf einem Gemeindeschulhaus stehen. Vor zwei Jahren begann das Projekt «Solarstrom macht Schule». Doch das Ergebnis ist, wenige Tage vor Ablauf der Frist, ernüchternd. Nur gerade sechs Gemeinden machen mit – Schüpfheim, Rickenbach, Gisikon, Wikon, Hitzkirch und Rain. Ein Grund, dass das Projekt «Solarstrom macht Schule» nicht wirklich Schule macht, dürfte die «Wirtschaftlichkeit der Anlagen» sein.

Für den Strom, den die Anlagen liefern, bekommen die Gemeinden den aktuellen Marktpreis bezahlt. Dieser wird stündlich an der Strombörse ermittelt und ist viel tiefer, als der Kunde für den Strom letztlich effektiv berappen muss. Mit den Erträgen aus dem Stromverkauf decken die Gemeinden zwar die laufenden Betriebskosten der Anlagen, einen Gewinn mache sie aber nicht.

Christian Hodel